Die Hochsaison im Garten startet

Erstellt am 23. Mai 2022 | 04:08
Lesezeit: 6 Min
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Foto: Shutterstock.com/Sofiaworld
Im Mai und Juni hat der Garten Hochsaison. Nun ist es wieder durchgehend warm, und alle Pflanzen starten mit ihrer Blütezeit.
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Die Tage der Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sind vorüber. Jetzt beginnt die Hochsaison im Garten. Teichpumpen und Gartenschläuche sind wieder einsetzbar, ohne Gefahr zu laufen abzufrieren. Topf- und Kübelpflanzen dürfen wieder einen Sommer lang Gartenluft schnuppern, sie können ab Mitte Mai ins Freie gestellt werden.

Im März und April vorgezogene Pflanzen wie zum Beispiel Zucchini, Paprika, Tomaten, Salat, Radieschen, Kohlrabi, Lauch, Karotten, rote Rüben, Mangold, Bohnen und Petersilie kommen nun ins große Beet.

Mit der Auspflanzung und Aussaat von Gurken und Kürbissen wartet man besser aber noch bis Juni. Der Mai ist auch der richtige Monat, um Brombeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren zu mulchen und mit Kompost zu versorgen.

Pflanzenschädlinge natürlich bekämpfen

Das ausgesäte Gemüse und die Salate kann man mit Netzen oder einem Vlies vor der Rettichfliege oder vor Karotten-, Kohl- und Bohnenfliegen schützen. Leider haben auch Blattläuse im Mai und Juni Hochsaison. Mit einem Pinsel oder einem harten Wasserstrahl kann man die Blattläuse relativ einfach von den Pflanzen entfernen. Eine etwas mühsame Arbeit, die mehrmals wiederholt werden muss.

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Eine Naschecke für Kinder macht den Garten erst so richtig schön.
Foto: Shutterstock.com/Elena Sherengovskaya

Doch regelmäßiges Pinseln oder Abduschen bringt den Erfolg. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Kulturpflanzen gesetzt, vertreiben ebenfalls Blattläuse und auch den Duft von Lavendelstauden lieben die kleinen Schädlinge nicht. Der Knoblauch im Beet hält zusätzlich auch Wühlmäuse ab.

Im Mai und Juni ist auch die Zeit, Stauden zu pinzieren. Dabei werden eine oder mehrere Triebspitzen einer Pflanze entfernt. Dieses Verfahren bringt Farbenpracht in den Sommergarten. Bei Steppensalbei, Lavendel, Astilbe oder Taglilie kann man circa ein Drittel der Triebe per Hand auskneifen. Dadurch bekommen die Stauden neben einer späteren Blüte auch eine bessere Standfestigkeit und Verzweigung.

Gute Rosenpflege im eigenen Garten

Verblühte Rosen werden über den Sommer kontinuierlich immer wieder nachgeschnitten. Dadurch bilden die Rosenstöcke neue Knospen und blühen so das ganze Jahr über. Wilde Triebe, die rund um den Rosenstock aus dem Boden wachsen, gehören gründlich entfernt. Neue Triebe der Rosengehölze können jetzt nach oben gebunden oder an einem Sprossenholz fixiert werden, damit sie in die gewünschte Richtung wachsen. Im Mai und Juni freuen sich Rosen über guten Kompost rund um die Wurzelstämme. Ende Juli, Anfang August sollten diese zum letzten Mal im Jahr gedüngt werden.

Den Bienen zuliebe eine Blumenwiese

Gärtnerinnen und Gärtner mit einem Herz für Bienen lassen ihren Rasen jetzt zur Blumenwiese wachsen. Die Bienen in Österreich finden immer weniger Nahrung. Eine Blumenwiese macht den Garten bunter und leistet einen Beitrag gegen das Insektensterben. Auch die Abschnittlänge der Grashalme beim Rasenmähen entscheidet über das Leben der Bienen.

Denn stellt man beim Rasenmähen die Schnitthöhe auf mindestens sechs Zentimeter ein, hat das Gras gegenüber niedrig wachsenden Pflanzen wie Löwenzahn, Wegerich oder Disteln einen Vorteil und ein chemisches Düngen ist nicht mehr notwendig.

Sommerblumen wie Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Schmuckkörbchen (Cosmea), Malven, Sonnenblumen, Löwenmäulchen oder auch Blumenwiesenmischungen sind schon direkt auszusäen. Egal ob auf der Wiese oder in den Beeten, Sommerblumen machen das eigene Grün zur farbprächtigen Oase.

Tipps für den Sommerheckenschnitt

Im Juni brauchen auch die Gartenhecken ihren ersten Schnitt. Denn der erste Jahresaustrieb der Pflanzen ist so gut wie beendet. Ein zweiter Austrieb folgt erst nach der Sommerhitze. Es handelt sich hier aber nur um einen leichten Form- und Pflegeschnitt und nicht um einen Radikalschnitt. Wichtig: Beim Heckenschneiden auf die nistenden Vögel Rücksicht nehmen!

Pflanzen gießen an heißen Tagen

Eigentlich ist es logisch: Im Sommer gießen Gärtnerinnen und Gärtner ihre Pflanzen möglichst in der Früh. Morgens ist die Luft noch kühl und das Wasser wird problemlos von der Erde aufgenommen. Gießen in der prallen Sonne hingegen lässt das Wasser zu schnell verdunsten und die Pflanzenblätter verbrennen. Hat man aber in der Früh keine Zeit zum Gießen, sollte am Abend erst nach Abkühlung des Bodens gegossen werden. Denn nach einem heißen Tag ist die Erde abends sehr aufgeheizt. Beim Gießen würde viel Wasser verdunsten. Circa ab 8 Uhr abends ist der Boden schon etwas kühler und nimmt wieder Wasser auf.

Ein Naschgarten für Kinder

Über wohlschmeckende Beeren im Garten freuen sich fast alle Kinder. Ribiselsträucher oder Stachelbeersträucher zum Beispiel sind leicht einzusetzen und tragen jährlich eine Fülle vitaminreicher Früchte. Eine Stachelbeer- oder Ribiselpflanze mit Topfballen lässt sich die ganze Gartensaison hindurch pflanzen. Auch Erdbeeren verschiedener Sorten dürfen im Beet nicht fehlen. In einem lockeren, tiefgründigen und humusreichen Boden gedeihen Beerenpflanzen am besten. Die Erdbeerpflanzen, so wie fast alle Beeren, wachsen gerne an sonnigen windgeschützten Standorten. Denn je mehr Sonne die Früchte erhalten, umso süßer schmecken sie.
Tipp: Ein Beet, in dem Erdbeeren gewachsen sind, sollte erst nach vier Jahren wieder mit Erdbeeren bepflanzt werden (Erdbeeren sind stark zehrende Pflanzen).

Auch Himbeeren und Brombeeren schmecken sehr gut. Beide Beerenarten gehören zur Familie der Rosengewächse. Diese können auf Spalieren im Naschgarten aufgebunden werden. Im Sommer muss man die frisch gesetzten Pflanzen jedoch regelmäßig gießen, da sie sehr viel Wasser benötigen.

Wer gerne Heidelbeeren in seinen Garten setzen möchte, sollte wissen, dass diese Waldbeere eine ganz spezielle Erde braucht. Sie ist als Wald- und Moorpflanze für saure Böden geeignet, weshalb man bei der Pflanzung spezielle Heidelbeererde oder Rhododendronerde mit einem pH-Wert von 4,0 und 5,0 verwenden sollte. Dazu hebt man in einem Extrabeet des Naschgartens ein Loch aus und füllt es mit der Spezialerde. Hier fühlt sich die Heidelbeere dann auch im Garten wohl.

 

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