Reiche Ernte durch den richtigen Baumschnitt. Wer zum richtigen Zeitpunkt seine Obstbäume schneidet, der erfreut sich einer reichhaltigen Ernte.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 01. Februar 2019 (14:36)
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Der fachgerechte Obstbaumschnitt hält die Bäume vital und bringt üppigen Fruchtgenuss. Durch den Schnitt werden sowohl Baumgesundheit als auch Fruchtbehang positiv beeinflusst. Für den Winterschnitt ist ein trockener, frostfreier Tag optimal, am besten unmittelbar vor dem Knospenschwellen.

Vor allem junge Bäume müssen in den ersten Jahren regelmäßig geschnitten werden, damit sie viele Früchte tragen und nicht zu stark in die Höhe wachsen. Je früher und stärker der Baum zurückgeschnitten wird, umso stärker wird der Baum auch wieder wachsen und austreiben.

Frostfreien und trockenen Tag wählen

Verwendet ausschließlich sauberes und scharfes Schnittwerkzeug und desinfiziert dieses, damit keine Keime übertragen werden. Wählt jedenfalls einen frostfreien, trockenen Tag für den Schnitt. Optimal ist, wenn nach dem Schnitt 2 bis 3 frostfreie Tage und Nächte folgen. Von Jänner bis März (witterungsabhängig) können Apfel und Birne geschnitten werden. Zwetschke, Kriecherl und Mirabelle erhalten im Winter einen Formschnitt und werden erst nach der Ernte ausgelichtet. Die Walnuss ist sehr schnittempfindlich und mag generell keine starken Rückschnitte.

Die erste Schnittmaßnahme besteht aus dem Pflanzschnitt, der direkt nach dem Einpflanzen erfolgt und dem Baum die erste Form gibt: Ein Mitteltrieb und drei bis vier schön verteilte Seitentriebe sind hier das Ziel. Konkurrenztriebe werden am Ansatz entfernt.

Es folgt der Erziehungsschnitt, wo es um den Aufbau der Kronenform geht. Die Leitäste werden bis auf ein außen liegendes Auge geschnitten; Konkurrenztriebe und nach innen wachsende Triebe entfernt.

In den folgenden Jahren führt dann den Erhaltungsschnitt durch. Über das Auslichten von zu dichtem Fruchtholz und abgetragenem Fruchtholz fördert ihr die jungen Fruchtruten.