Gut versichert, gut gebaut. Beim Hausbau können diverse Schäden entstehen. Versicherungen schützen vor finanziellen Schäden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Juni 2019 (04:00)
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Man betritt in der Früh die Baustelle des baldigen Traumhauses – und plötzlich fehlen erst kürzlich gekaufte Materialien?

Wer gilt als Bauherr?

Häuslbauer, die vorsorgen, müssen in so einem Fall zumindest keine finanziellen Einbußen befürchten. Und zwar kann die sogenannte Bauherrenhaftpflicht davor schützen, dass der Traum vom eigenen Haus zu einem Albtraum wird.

Jedem Bauherrn wird von Experten zu einer Versicherung geraten, egal ob Rohbau-, Bauwesen- oder Bauherrenhaftpflichtversicherung. Doch wer gilt überhaupt als Bauherr?

Das ist jene Person, die ein Bauvorhaben veranlasst und somit eine Gefahrenquelle entstehen lässt. In diesem Fall sollte der Bauherr sich aufgrund eventuell auftretender Schäden mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung schützen.

Der Bauherr trägt zwar kein eigenes Haftpflichtrisiko, denn er führt den Bau nicht selbst durch. Der Bauherr ist „nur“ dafür zuständig, einen sachverständigen Personenkreis zu beauftragen.

Dadurch wird er aber nicht von den Sorgfaltspflichten befreit. Oft wird in diesem Bereich aus einem Schaden dann auch ein Haftpflichtschaden. Mit dem Versicherungsschutz der Bauherrenhaftpflichtversicherung ist man für die gesamte Dauer der Bauzeit geschützt.

Die Prämie für Bauherrenhaftpflicht berechnet sich aus der Bauzeit und der gewünschten Versicherungssumme.

Welche Probleme können auftreten?

Während des Hausbaus gibt es viele Probleme, die auftreten können. Durch den Abschluss einer Bauwesen- bzw. Bauherrenhaftpflichtversicherung, ist man unter anderem geschützt vor:

  • wetterbedingten Schäden am Rohbau
  • Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosionen
  • Schäden durch Diebstahl (Baugeräte, Materialien, Inventar)
  • Schäden durch Vandalismus m Schäden, die durch bestimmte Eigenschaften des Baugrundes hervorgerufen werden, z. B. Aufschwimmen des Rohbaus durch Grundwasser
  • Ein Kind verletzt sich beim Spielen auf der nicht ordnungsgemäß gesicherten Baustelle.
  • Bei einem Sturm lösen sich Teile vom Dach und beschädigen ein parkendes KFZ.
  • Aufgrund unzureichend abgesicherter Baumaterialien auf der Straße kommt es zu einem Unfall.

Die Versicherungssumme sollte nicht zu knapp sein. Bei der Deckungssumme handelt es sich um den maximalen Betrag, der im Schadensfall von der zuständigen Versicherung übernommen wird. Die Bauwesenversicherung deckt auch Schäden am Rohbau ab, sollte dieser durch Feuer, Sturm, andere Elementargefahren oder Vandalismus beschädigt werden. Auch vor Gefahren wie Glasbruch und Erdbeben kann man sich zusätzlich versichern lassen.
www.bauherrenhaftpflicht.at