Eigenheim-Finanzierung: Je mehr Geld, desto leichter

Erstellt am 24. Mai 2022 | 12:29
Lesezeit: 4 Min
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Vom Traum zum Schlüssel ist es oft ein weiter Weg – Planen und Vergleichen lohnt sich in jedem Fall! 
Foto: Shutterstock.com/nednapa
Von der Vorfinanzierung bis zur Rückzahlung: Wer sich seinen Traum vom Haus (fremd-)finanzieren will, muss vieles beachten.
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Wer vom Eigenheim träumt (egal ob Fertighaus, Ziegelhaus, tiny house oder Altbau), der braucht vor allem eines: Kapital. Denn die wenigsten können einen Hauskauf ohne Dritthilfe aufbringen. Eine gute Finanzierung erleichtert den Weg zum Haus ungemein, ja macht ihn vielfach überhaupt erst möglich.

Eines steht außer Frage: Je mehr Geld man hat, desto leichter ist es mit der Finanzierung des Wohntraums. Die meisten, die sich diesen erfüllen möchten, sind jedoch auf Finanzierungslösungen angewiesen.

Wer einen Kredit aufnehmen will, muss Folgendes beachten, damit der Kreditantrag auch positiv beurteilt wird:

Eigenkapitalquote eruieren: Je mehr man selbst zum Kaufpreis beitragen kann, desto leichter wird es, für den Rest eine Finanzierung zu finden. Darum: Rechtzeitig einen Sparplan mit genauen Zielen festlegen.

Eine Vollfinanzierung mit Fremdkapital ist in Europa nicht möglich, dadurch wird auch der Konsument einigermaßen davor geschützt, sich ein Objekt zuzulegen, das er sich eigentlich gar nicht leisten kann.

Girokonto nicht überziehen: Kreditinstitute achten nicht nur darauf, wie viel pro Monat eingenommen bzw. verdient wird, sondern auch, wie damit umgegangen wird. Wer seiner Bank auch ohne Hauskauf immer wieder Geld schuldet, gilt mit Sicherheit nicht als kreditwürdig.

Einkommensverhältnisse klären: Wer einen Kredit aufnehmen will, muss auch seine Einkommens- und Familienverhältnisse klären. Auch wenn der Bank die Fakten genügen, sollte man auf Nummer sicher gehen. Schließlich muss man den Kredit auch selbst zurückzahlen.

Bausparvertrag abschließen: Bausparer haben den Vorteil, dass ihnen von ihrem Kreditinstitut ein Bauspardarlehen angeboten wird.

Geld fürs Bauen: Der Vergleich lohnt sich

Wer zu seiner Hausbank uneingeschränktes Vertrauen hat, wird auch die Baufinanzierung dort abwickeln wollen. Dennoch ist der Gang zu einem unabhängigen Finanzierungsberater sehr aufschlussreich. Dieser vergleicht die Angebote sämtlicher Banken und sucht das günstigste heraus. Er wickelt auch die Finanzierung und eventuell entsprechende Versicherungen ab und berät in puncto Wohnbauförderung.

Vielfach sind Eigenmittel nicht rechtzeitig verfügbar oder die Förderungszahlung lässt auf sich warten. Eine Vorfinanzierung überbrückt solche finanziellen Engpässe. Auch gebundene Beträge aus Veranlagungen gelten als Sicherstellung. Sobald die Eigenmittel dann verfügbar sind, wird die Vorfinanzierung wieder abgedeckt.

Das häufigste Darlehen im Zusammenhang mit einem Hausbau ist das Hypothekardarlehen. Es wird von so gut wie jeder Bank gewährt, die Konditionen variieren aber. Die Bank wird dabei im Grundbuch eingetragen und hat somit alle Sicherheiten. Rückgezahlt wird entweder mit laufender Tilgung oder einem rückzahlungsfreien Zeitraum.

Achtung: Nebenkosten und Zinsschwankungen

Schließt man einen Kredit mit variablem Zinssatz in einer Niedrigzinsphase ab, sollte man bedenken, dass die Zinsen möglicherweise steigen können und damit auch die monatlichen Kosten der Finanzierung höher werden. Neben der variablen sind auch eine indikatorgebundene oder eine fixe Verzinsung möglich. Bei Ersterer gilt ein vereinbarter Anpassungszeitraum. Die fixe Verzinsung kann für ein bis maximal zehn Jahre vereinbart werden, vorzeitige Rückzahlungen sind meist nicht möglich.

Zusätzlich können auch einmalige Bearbeitungsspesen und die Bereitstellungsgebühr anfallen, die den Bearbeitungsaufwand (Bonitätsprüfung, Schätzungen, Vertragsausfertigung etc.) decken. Die Höhe der Gebühr steht häufig in Wechselwirkung mit der Kreditverzinsung: je niedriger die Gebühr, desto höher die Verzinsung – über die gesamte Laufzeit.
Ebenfalls zu den Nebenkosten zählen Pfandrechtseintragungsgebühr und Legalisierungsgebühr für die Beglaubigung der notwendigen Unterschriften.

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