Gärtnern im Zeichen des Mondes. Schon lange beschäftigt sich der Mensch mit dem Einfluss des Mondes auf die Erde. Dabei war und ist auch immer der Garten ein Thema. Wann soll man säen, düngen …?

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion und Christine Haiderer. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:34)
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Ob Gartenarbeiten bei Widdermond im April, Pflanzen setzen, die in die Erde hineinwachsen sollen, bei abnehmendem Mond, oder Pflanzen umtopfen bei Jungfraumond – manche Mondphasen eignen sich für verschiedene Tätigkeiten besonders.

Und das gilt nicht nur fürs Haareschneiden, für Reinigungsarbeiten oder Treffen mit Freunden. Auch bei Gartenarbeiten und Co. kann man sich nach dem Mond richten. Wann und wie? Dazu gibt es verschiedene Sichtweisen.

Wenn er abnimmt, wenn er zunimmt

Zum Beispiel macht es einen Unterschied, ob der Mond sich gerade von seiner Position zwischen Erde und Sonne wegbewegt – also weg von der Sonne in Richtung Vollmond. Dann, also bei zunehmendem Mond, wenn er immer heller und heller wird, nimmt die Vitalität der Pflanzen zu, schreibt Michel Gros in „Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2019“ (erschienen im Leopold Stocker Verlag). „Je näher der Vollmond, desto mehr Widerstandskraft haben die Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten.“ In einer Vase halten sie länger.

Nimmt der Mond hingegen ab und damit auch sein Licht, gilt das auch für die Vitalität der Pflanzen. „Doch sind Farben, Geruch und Geschmack intensiver, der Nährwert und die medizinischen Eigenschaften werden gesteigert.“ Frische Pflanzen lassen sich nicht so gut aufbewahren. Diese Phase aber ist gut, um Marmelade einzukochen. Und: „Auch Schädlinge und Pilze lassen sich in dieser Mondphase besonders gut bekämpfen“, so Gros.

Bei verschiedenen Gartenarbeiten eignen sich verschiedene Zeiträume besser. Ein Beispiel: Mulchen. Wie auch der Wald im Herbst mit Laub bedeckt ist, kann auch im Garten eine Bodenbedeckung dem Boden gut tun und ihn schützen – im Sommer zum Beispiel vor der Hitze. Ob mit Stroh, feinem, getrocknetem Rasen, gehäckselten Ästen oder Gartenabfällen. Will man beim Mulchen bestimmte Ziele erreichen, kann man sich auch nach Mondphasen richten. Zum Beispiel, wenn der Mulch für eine gute Durchlüftung sorgen soll oder eine raschere Kompostierung.

Wer zwischen Pflanzenreihen oder Anbauzyklen Pflanzen säen möchte, die den Boden bereichern und vor Erosion schützen, wie etwa Klee, Raps, Hafer, Senf usw., kann sich dabei ebenfalls nach bestimmten Mondzeiten richten. Manche (wie Blättertage) eignen sich eher dann, wenn man will, dass viel Blattwerk wächst, andere (wie Wurzeltage) sollen dazu beitragen, dass der Boden locker wird. „Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2020“ erscheint übrigens ab Juli.