Erstellt am 19. Dezember 2018, 02:55

von NÖN Redaktion

Zucker und andere süße Varianten. Kekse, Stollen oder Schokolade – zur Weihnachtszeit essen wir besonders viel Zucker. Sein Image ist schlecht, dabei kommt es auf die Dosis an. Immer mehr Menschen greifen zu Alternativen. Diese sind meist teurer, aber nicht unbedingt gesünder.

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Die WHO empfiehlt Erwachsenen, maximal 50 Gramm Zucker pro Tag zu konsumieren. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch des Österreichers liegt jedoch bei 90 Gramm, die er vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln wie Softdrinks, Milchprodukten, Cerealien, Süßigkeiten und Convenience-Produkten zu sich nimmt.

Um den Zuckerkonsum zu reduzieren, greifen viele zu Alternativen. Diese werden im Gegensatz zum Rübenzucker nicht in Österreich erzeugt. Einzige Ausnahme ist Honig. Birkenzucker wird aus Birken- oder Buchenholz hergestellt, mittlerweile häufiger aus Mais. Er hat weniger Kalorien und dieselbe Süßkraft wie Rübenzucker, wirkt aber in größeren Mengen abführend. Für Hunde und Hasen sind bereits kleine Mengen von Birkenzucker tödlich.

Alternativen mit Bedacht wählen und gezielt verwenden

Süßstoffe wie Saccharin, Sucralose und Stevia sind meist synthetisch hergestellt. Sie sind in derselben Menge viel süßer als Zucker und haben keine Kalorien. Bei einigen Süßstoffen besteht aber der Verdacht, dass sie die wichtigen Mikroorganismen im Darm negativ beeinflussen. Das kann zur Folge haben, dass eine Gewichtszunahme gefördert und das Diabetesrisiko erhöht wird.

Pflanzliche Alternativen zum Rübenzucker sind zum Beispiel Rohr- und Kokosblütenzucker, Agavendicksaft und Ahornsirup. Sie haben keinen gesundheitlichen Vorteil gegenüber Zucker aus der Rübe. Kaloriengehalt und Süßkraft sind fast ident zum Rübenzucker. Hauptunterschied ist der Preis.

Auch Rohrohrzucker, brauner Rübenzucker und Bio-Zucker bringen keine nennenswerten gesundheitlichen Vorteile, weil sie auch zum überwiegenden Teil aus chemisch reinem Zucker bestehen.

Die Hälfte der Zuckerrüben wird mit der Bahn zu zwei österreichischen Zuckerfabriken angeliefert unddort aufwendig zu Zuckerverarbeitet.  |  Land schafft Leben

Für Zucker und seine Alternativen gilt, man sollte sie mit Bedacht und gezielt verwenden. www.landschafftleben.at gibt einen Überblick zu gesundheitlichen Aspekten rund um Zucker und zeigt den Weg des Zuckers vom Feld über die Zuckerfabrik bis in eine Konditorei.