Hopfen, Karamell und ein Schuss schwarze Magie. Dunkel sind sie. Malzig sind sie. Und ziemlich stark sind sie auch, die Festtagsbiere. Die brauen in Niederösterreich auch ganz viele private Brauereien – und das von Schrems bis Krumbach.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 11. Dezember 2018 (01:58)
Ob englisch (wie das Porter, zu dem auch das Zwettler „Black Magic“ zählt) oder waldviertlerisch (wie das Schremser Weihnachtsbier): Weihnachtszeit ist Schwarzbierzeit.
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Es schmeckt nach Kaffee und Karamell und Malz. Es passt „ganz speziell“ zu Eis, zu Schokosoufflé, aber auch zu Ente und Gans. Und: „Es ist ganz anders als das, was wir sonst brauen!“ Sagt Karl Schwarz. Deshalb sei, so der Zwettler-Chef, sein „Black Magic“ auch ein ideales Weihnachtsbier.

Bei Karl Trojan heißt das Weihnachtsbier dagegen schlicht „Weihnachtsbier“. Und ist nicht ganz anders, sondern „ganz klassisch“, „eines unserer traditionsreichsten Biere“. Und: das ganz persönliche Lieblingsbier des Chefs („ich mag diesen Bierstil“).

Das hat man in Schrems schon im Juni gebraut. Und dem feinherben Bockbier mit seinen 7,1 Volumsprozent dann noch 12 bis 15 Wochen Zeit gelassen zum Reifen. Und jetzt? „Sind wir schon fast ausverkauft“, lacht Karl Trojan.

"Die Wiederauflage eines Klassikers"

Wobei: Die Zwettler haben ihr Bock „das ganze Jahr“ im Sortiment. Und im November und Dezember auch noch ein unfiltriertes Zwickl Bock („aber nur in der Ausschank“). Das „Black Magic“ mit seinen satten acht Volumsprozent Alkohol und seiner Obergärigkeit ist dagegen in kleinen (0,33 Liter) und großen Flaschen (0,75 Liter – „das ist besonders schön für einen Tisch mit vier oder sechs Leuten“) zu haben.

Und: in einer ganz besonderen Box. „Jubiläum“ steht da drauf. Und mit der feiern Österreichs Culturbrauer – die kleine, „verschworene Interessensplattform“ aus neun Bierbrauern „mit Können und Wissen und Werten“ heuer ihr zehntes Jahr. Und in die hat jeder der neun, darunter zwei Niederösterreicher, sein Lieblingsbier gepackt – Karl Schwarz das magische, Karl Trojan das weihnachtliche.

Und was trinkt man im neuen Jahr? „Die Wiederauflage eines Klassikers“, meint Karl Trojan. Aber die stelle man erst im späten Frühjahr vor. Und: „Was ganz Neues, Niederösterreichisches“, bleibt auch Karl Schwarz geheimnisvoll. Aber das werde erst im April verraten …