PIWI-Weinpreis: Winzer Krems im Spitzenfeld. Genossenschaft gelang 2019 ein hervorragender Donauriesling. Pilzwiderstandsfähige Sorte hat großes Zukunftspotenzial. "Großes Gold" beim PIWI Weinpreis in Deutschland erreicht.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 20. Dezember 2020 (12:21)
Freude über die Top-Auszeichnung "Großes Gold" für den Donauriesling 2019: Winzer Krems-Geschäftsführer Ludwig Holzer, Kellermeister Franz Arndorfer und Obmann Florian Stöger (von links) mit dem Produkt aus der Sandgrube 13 und der Urkunde.
Gregor Semrad

Beim internationalen PIWI-Weinpreis in Deutschland holte Winzer Krems mit der Sorte Donauriesling „Großes Gold“. Das edle Kremser Produkt erhielt als einer der fünf besten Weine sensationelle 98 von 100 Punkten.

413 Weine aus 15 Ländern

Insgesamt wurden 413 Weine aus 15 Ländern verkostet. PIWI International ist eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse auf dem Gebiet der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten auf nationaler und internationaler Ebene auszutauschen. Winzer aus ganz Europa werden durch PIWI ausgezeichnet. Der neue Winzer Krems-Obmann Florian Stöger freut sich über die hohe Bewertung in Deutschland: „Mit dieser Ehrung wird die Qualität des österreichischen Weines im Ausland einmal mehr bestätigt und die Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeit bewiesen.“

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Geschäftsführer Ludwig Holzer zum Erfolg: „Die Terrassenlagen im Kremstal sind seit dem Mittelalter durchgehend mit Reben bepflanzt und für mich daher der Inbegriff von Nachhaltigkeit." Mit der neuen Rebsorte Donauriesling sei die Winzer Krems im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen auch für die Zukunft gerüstet. "Wir sind stolz, dass unser Einsatz jetzt mit dieser Top-Bewertung bestätigt wurde!“

Kaum Pflanzenschutz nötig

Der PIWI-Weinpreis wurde 2020 bereits zum zehnten Mal vergeben. Es wurden dabei ausschließlich Weine von pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWI-Rebsorten) verkostet. Diese sind prädestiniert für die nachhaltige Weingartenbewirtschaftung, da weitestgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann. Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten überzeugen außerdem durch ihre spannende Aromatik. 

Riesling als „Elternsorte“

Der Name verrät bereits einen Teil der Abstammung. Günstig für die Weinqualität ist vor allem die Lockerbeerigkeit, die deutlicher ausgeprägt ist als bei der „Elternsorte“ Rheinriesling. Ähnlich wie dieser hat der Donauriesling einen späten Austrieb – und ist daher gut gegen Spätfrost geschützt. Die Sorte verträgt Trockenheit sehr gut und hat nach Herbstniederschlägen eine geringe Neigung zum Platzen der Beeren. Daher können auch bei schwierigen Bedingungen gesunde Trauben geerntet werden.

Verkoster beeindruckt

Der Charakter der neuen Weinsorte Donauriesling zeigt sich laut einhelligem Urteil der Verkoster eindrucksvoll: Er weise einen zart-duftigen Auftakt auf, blühe im Glas langsam auf und zeige besonders viele Fruchtfacetten wie Marillen, Orangenzesten, etwas Melisse und zarte Zitrusnoten. Der Donauriesling ist bereits im Ab-Hof-Verkauf der Winzer Krems und online unter anderem unter www.austrianshop.de erhältlich.