Weintourismus will vom Start weg begeistern

Erstellt am 18. Mai 2022 | 12:20
Lesezeit: 4 Min
Der Wein als emotionales Produkt und spezielle Angebote im Tourismus werden im neuen Verein zusammengeführt. Als Geschäftsführer kehrt mit Christian Zechmeister nun ein bekanntes Gesicht der Weinszene ins Burgenland zurück!
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Natur, Kultur und Genuss werden im Burgenland Tourismus seit jeher auf einen Nenner gebracht – als Bindeglied zwischen touristischen Angeboten, Weinwirtschaft und Politik startet der Verein Weintourismus nun so richtig durch. Von Ausschuss-Obmann Herbert Oschep und Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld bereits auf den Weg gebracht, zeigt man sich voller Tatendrang und präsentiert mit Christian Zechmeister ein wohlbekanntes Gesicht.

Im Martinsschlössl in Donnerskirchen wurde Zechmeister als Geschäftsführer des Weintourismus vorgestellt. Der St. Georgener, der unter anderem als Wein-Burgenland-Geschäftsführer eng mit dem Aufbau der Szene verbunden war, kehrt nach zwei Jahren in der Österreich Wein Marketing damit ins Burgenland zurück: „Eine Herzensangelegenheit“, wie er sagt.

Tourismus und Wein als „Chefsache“

„Christian Zechmeister ist bekannt dafür, viele Menschen für den Wein begeistern zu können“, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei der Präsentation, „und da wir auf unsere Stärken setzen, haben wir uns vor einiger Zeit dazu entschlossen, den Verein zu gründen.“ Sowohl der Tourismus als auch der Wein seien im Burgenland nämlich „Chefsache“, wies Obmann und Doskozil-Büroleiter Herbert Oschep auf die politische Zuständigkeit im Landeshauptmann-Büro hin. Die Vorarbeit läuft bereits seit zwei Jahren, „jetzt werden die Bereiche zusammengeführt“.

Konkret geht es nun darum, das Angebot „sichtbar zu machen“, Gastronomie, Winzer und Kenner zusammenzubringen und dazu neue Veranstaltungsformate zu etablieren. Das freut auch Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel: Er rechnete vor, dass heute bereits 20 Prozent der Besucherinnen und Besucher wegen feiner Tropfen ins Land kommen. Und: Diese geben mit 209 Euro pro Aufenthalt nach den Kulturtouristen und Thermengästen am meisten aus. „Wir stehen da am Anfang und schon jetzt springen immer mehr auf den Trend auf, das wollen wir unterstützen“, so Tunkel.

In anderen Bundesländern blicke man angesichts der Pläne bereits „ein wenig nervös“ ins Burgenland scherzte Weinbaupräsident Liegenfeld: „Wir haben einen Bauchladen voller Ideen und werden dem Wein noch größeren Stellenwert geben.“

Masterplan für fünf Jahre

Wie genau das geschehen soll, erläuterte Zechmeister, der seinen Posten als Geschäftsführer mit 1. Juni übernimmt, mit einer Fülle von Plänen: Eine Tour durch die Gastro-Szene steht am Anfang, moderne Kommunikation via Social Media begleitet die Aktivitäten, auch ein eigener Preis für besondere Projekte wird geschaffen. Und vor allem gehe es um die Infrastruktur: Shuttle-Angebote werden für Sicherheit nach der Verkostung sorgen – auf lange Sicht ist in allen Regionen ein „House of Wines“ als Anlaufstelle geplant; gestartet wird im Donnerskirchener Martinsschlössl.

„Als ich gefragt wurde, war für mich von Anfang an ganz klar: Das will ich machen!“, zeigt sich Zechmeister in Aufbruchsstimmung. „Wir werden Synergien suchen, werden kreativ sein und nachhaltige Angebote schaffen.“ Auf fünf Jahre ist der erste Masterplan unter Einbindung von Wein Burgenland angelegt, „also definitiv ein langfristiges Projekt“, wie betont wird. Darauf wurde natürlich auch angestoßen.