Weltpostkartentag oder die Poskartengeschichte. Sommerzeit war in meiner Kindheit die Hoch-Zeit des Postkartenschreibens. Seit es Handyfotografie und Messengerprogramme gibt, muss ich zugeben, dass auch ich analoge Urlaubsgrüße immer weniger verschicke. Digitale Grüßen erreichen den Adressaten einfach viel schneller. Seit wann es den Weltpostkartentag überhaupt gibt und was Postkartengeschichten sind, das erfährst du in diesem Beitrag.

Von Carina Werba. Erstellt am 28. Juli 2019 (08:17)

Die Ursprünge des Weltpostkartentags

Heuer (2019) wird der Weltpostkartentag zum 8. Mal “gefeiert”. Warum? 2012 war eine junge Verlegerin der Meinung, dass einfach wieder viel mehr Postkarten geschrieben gehören. Sie wollte somit dem Verschwinden der persönlichen Nachrichten ein wenig entgegenwirken. 

Demnach kann man diesen “Feiertag” am 30. Juli am besten mit dem Schreiben einer persönlichen Nachricht an einen lieben Menschen begehen.

Eine kurze Geschichte der Postkarte

Die offen lesbare “Correspondenzkarte” wurde in Österreich-Ungarn im Jahr 1869 eingeführt. In den USA gibt es diese Art der Mitteilung bereits seit dem Jahr 1861, War das Versenden zunächst auf wenige Länder beschränkt, konnten Correspondenzkarten ab dem Jahr 1878 in fast alle Länder der Erde verschickt werden. 

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich diese Art von Karte auf Grund neuer Druckverfahren, die mehrfarbigen Druck zuließen, weiträumig durch. Durch die farbige Gestaltung der einfach zu erhaltenen Karten konnten ausladende Landschaftsbeschreibungen in der Nachricht entfallen. Es entwickelten sich verschiedene Typen von Postkarten (hier nur eine kleine Auswahl).

  • Der wohl bekannteste Typ ist sicherlich die Ansichtskarte. Diese hatte Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Blütezeit. Auf ihr wurden Sehenswürdigkeiten und Landschaftsaufnahmen abgebildet.
  • Die Antwortkarte war eine zweiteilige Postkarte, deren Versandspesen vom ersten Sender im Voraus bezahlt wurde. Seit 1971 sind diese Karten allerdings nicht mehr zugelassen.
  • Die Bildpostkarte war eine Einführung der Schweiz. Gemeinden konnten diese zur Werbung ihres Orts beantragen und festlegen, in welcher Stückzahl sie wo verkauft werden durften.
  • Mit den neuen Medien kamen auch neue Formen an Postkarten zum Vorschein. So zum Beispiel die Mobilfunkt Postkarte. Der Verfasser schickt Text und Bild per Mobilfunkt zum Servicepartner. Dort werden die Karten gedruckt und an die Empfänger weitergeleitet.

Postkartengeschichten oder die Follow Up Postkarte

Ich persönlich schreibe ja noch Postarten und freue mich auch immer riesig, wenn ich neue Karten bekomme. Ich hebe mir diese auch viele Jahre auf. Vor einigen Wochen hat mich der Familia Verlag gefragt, ob ich ihre neuen Postkartengeschichten ausprobieren möchte. Es gäbe verschiedene Varianten. Einerseits gibt es jene für Kinder oder aber auch Krimis und Thriller für Erwachsene. 

Ich habe mich für die Erwachsenen-Variante entschieden. In einem Set sind fünf Karten enthalten. Jede Karte enthält einen Teil der Geschichte und ein wenig Platz für eine persönliche Nachricht. Im Abstand von ein paar Tagen werden die Karten an einen Empfänger gesendet. Mit der fünften Karte ist die Geschichte komplett und der Empfänger kann sich über einen Thriller oder eine Kriminalgeschichte freuen.

Ich schicke die Geschichte “Der eine Weg” an die Gründerin des “Replikator Postcard Clubs” (schau mal auf Instagram unter dem Hashtag #replicaterspostcardclub), Sybill, die ebenso eine Freundin der Snail Mail ist und eine gute Postkarte oder gar einen Brief sehr schätzt. Als ich ihr von der Postkartengeschichte erzählte, war sie sofort begeistert. 

Am 30. Juli sende ich ihr die letzte der fünf Karten. Ich habe die Geschichte ja schon gelesen. Sehr krasse Wendung, mehr sage ich dazu nicht. Auf jeden Fall wecken die einzelnen Karten Neugierde und machen Lust auf mehr. 

Schließe dich dem Weltpostkartentag an und überrasche eine liebe Person mit einer persönlichen Nachricht!

Mehr Infos findet ihr hier.