Was man beim Böllern an Silvester beachten sollte.

Update am 27. Dezember 2018 (11:36)
Symbolbild
Shutterstock/Mildenmi

Knallkörper, Raketen, bengalische Feuer. Was bei Perchtenläufen im Dezember mittlerweile weit verbreitet ist, findet zu Silvester seinen Höhepunkt: der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen. Oft publikumswirksame Spektakel, jedoch mit hohem Risiko. Erst vor wenigen Wochen verlor ein 16-Jähriger im Bezirk Lilienfeld mehrere Finger, weil ein Böller in seiner Hand explodierte.

Dem neuen Trend von Feuershows steht Thomas Csengel, Pyrotechnik-Sachverständiger des Einsatzkommandos Cobra, kritisch gegenüber. „So eine Veranstaltung hat immer eine hohe Eigendynamik und damit verbundene Risiken, auch bei Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen“, sagt er.

Aber auch wenn wenige Zuschauer dabei sind, kann ein Feuerwerk gefährlich werden: Die meisten Unfälle sind laut Polizei auf „Sorglosigkeit, Unachtsamkeit und missbräuchliche Verwendung“ zurückzuführen. Und auch darauf, dass Artikel verwendet werden, die in Webshops, im Ausland oder bei unseriösen Händlern erworben worden sind und nicht dem Pyrotechnikgesetz entsprechen.

Pyrotechnik

  • Die Kategorien F1 und F2 („Feuerwerk“) sind für Normalverbraucher geeignet, von ihnen geht nur geringe Gefahr aus.

- F1: Mindestalter 12 Jahre, z. B. Knallerbsen, Tischfeuerwerk, Tortensprüher, Wunderkerzen, ...
- F2: Mindestalter 16 Jahre. Verwendung in geschlossenen Räumen und im Ortsgebiet verboten, z. B. Knallfrösche, Feuerräder, Vulkane, Knallkörper, …

  • Kategorie P1 („Pyrotechnik“): Mindestalter 18 Jahre. Technische Pyrotechnik wie Signalfackeln.
  • Kategorie S 1 („Lose Sätze“): Mindestalter 16 Jahre. Bengalfeuer, Schellack- und Rauchpulver.
  • Weitere Kategorien:

Die Kategorien F3, F4, P2 und S2 sind professionellen Anwendern vorbehalten und bedürfen eines Pyrotechnikausweises sowie einer behördlichen Bewilligung.