Die teure, süße Versuchung an der Supermarktkassa. Den Süßigkeiten an der Supermarktkassa können Erwachsene und Kinder oft nur schwer widerstehen. Die AK-Marktforschung hat die süßen Spontankäufe zum Anlass genommen, die Preise zwischen Klein- und Großpackungen zu vergleichen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 19. Juni 2020 (11:24)
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Je kleiner die Packung, desto teurer? Ja. Bei einem Rundgang durch die Märkte Spar, Billa, Merkur sowie die Diskonter Penny, Hofer und Lidl haben die Marktforscher der AK Steiermark Ende Mai die unterschiedlichen Preise zwischen Groß- und Kleinpackungen für gängige Süßwarenartikel an der Kassa und im sonstigen Sortiment verglichen. Erhoben wurden auch die Herstellerangaben in Bezug auf die Kilokalorien.

Bis zu 192,9 Prozent Preisunterschied

Bei den sogenannten Single- oder Impulsartikeln an der Kassa im Vergleich zu einer größeren Einheit desselben Produktes beim selben Anbieter reicht die Preisdifferenz von 0 („Kinder Joy“ bei Hofer) bis 192,9 Prozent („Nussini“ bei Billa). Die „Nussini“-Kleinpackung an der Kassa wurde hier gleich um 20,70 Euro per Kilogramm teurer angeboten als die vergleichbare größere Packung im Markt, bei welcher es sich um einen Dauertiefpreis handelt.

Kalorienreicher Spontankauf

Die Kalorien einer Kleinpackung betragen je nach Produkt zwischen 110 bis 415 Kilokalorien – bei einem Packungsgewicht von 20 g bis 85 g. Somit werden bei einem durchschnittlichen Kalorienbedarf einer erwachsenen Person (rund 2.000 Kilokalorien) durch Naschen so nebenbei zwischen 5 bis 20 Prozent des täglichen Energiebedarfs abgedeckt.

Genau schauen

Das Ergebnis des Tests ergab, je kleiner die Packungen in Menge und Gewicht, desto teurer wird es. „Die Erkenntnis der Untersuchung ist ‚Schau genau‘ – der schnelle Kauf an der Kassa kann teuer kommen“, sagt Susanne Bauer, Leiterin der AK-Marktforschung.