„Gabi & Er“ sind Gesichter Gmünds. Lutz hat die Familie Putz, die Einkaufsstadt Gmünd hat ab sofort das Serienpärchen „Gabi“ und „Er“.

Von Markus Lohninger. Update am 25. Januar 2019 (23:04)
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Strahlen nach dem Juwelier-Besuch.

Im Ringen um Aufmerksamkeit in der digital überfluteten Welt setzen Gmünder Kaufleute seit wenigen Tagen auf Kommunikationsmittel der digitalen Welt: Zwei Schauspieler erobern als ungleiches Paar „Gabi“ und „Er“ mit Kurzfilmen die Kinoleinwand und die sogenannten sozialen Medien.

Filmemacher, Regisseur und Drehbuch-Autor Alexander Newekla alias Vienzenz hat für diese Aktion der Kaufmannschaft „Echt Gmünd“ eine „Spotcom“ als Mix aus Werbespot und klassischer Sitcom ins Leben gerufen. Seine Hauptdarsteller, einen Berufsschauspieler aus dem Burgenland und eine Kollegin aus München, lässt er dabei Situationen aus dem Alltag erleben – mit Herausforderungen, deren Lösung beim jeweiligen Gmünder Betrieb liegt.

Da wird zum „Hopferl“ gegangen, wenn der Herr der Schöpfung das Abendessen versaut, oder zu Eigenschink, wenn alle Teller geflogen sind. Auch ein Spot für Gmünd als Einkaufsstadt an sich wurde gedreht.

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„Film ab“ hieß es für „Vienzenz“ im Auftrag der Kaufmannschaft.

„Der Wunsch war es einfach, die jüngeren Zielgruppen besser zu erreichen“, sagt „Echt Gmünd“-Obmann Peter Ruzicka. Julia Gaugusch-Prinz als Leiterin der Arbeitsgruppe tüftelte Details aus, Vienzenz arbeitete diese zu einem Gesamtkonzept aus. Wichtig sei es gewesen, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, betont der Eigentümer der „Swamp Studios“ in Wielands: Er lässt die Darsteller vor klassischer Sitcom-Kulisse bei klassischer Sitcom-Leitmelodie (komponiert von Hans Schönauer) ihre Probleme erleben und lösen.

„Er und Gabi werden zu den Gesichtern der Einkaufsstadt Gmünd werden. Macht eine Firma Werbung damit, dann sollen automatisch auch alle anderen Betriebe der Stadt damit verbunden werden“, sagt er.

Die Aktion soll von den ersten Teilnehmern (Stadtwirtshaus Hopferl, Kaufhaus Ruzicka, Waldviertler Kinos, Glaserei Eigenschink, Berger Print, Juwelier Pöhn) noch auf weitere Betriebe ausgedehnt werden. Der große gemeinsame Gang an die Öffentlichkeit ist für den Valentinstag geplant, danach soll unter anderem auch ein „Making of“ veröffentlicht werden.

Ein Ende der Aktion ist nicht in Sicht. Denn, und das streicht Gaugusch-Prinz hervor: „Die Spots sind zeitlos, haben keine Aktualität. Sie können von den Firmen langfristig eingesetzt werden.“ Vienzenz hat für echte Fans seiner „Spotcom“ neben klassischen Spots auch Langversionen der Episoden angelegt.