Känguru „Johann“ weiter verschollen: Hinweise gesucht!. Kameltheater-Chef Herbert Eder bittet Sichtungen seines ausgebüxten Kängurus umgehend zu melden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 09. August 2019 (16:46)
Brigitte Goldhahn
Känguru „Johann“ war am Donnerstagvormittag im Wällischgraben nahe der MAHO-Stubn unterwegs.

„Wir können jetzt nur darauf warten, dass jemand ,Johann‘ sieht und uns das meldet“, sagt Kameltheater-Chef Herbert Eder.

Weiter verschollen bleibt sein aus seinem Zoo in Kernhof ausgebüxtes Bennett-Känguru „Johann“. Einfangversuche von Feuerwehr und Tierparkmitarbeitern scheiterten bislang (Die NÖN berichtete).

Wo „Johann“ sich derzeit befindet, ist ungewiss. „Das Waldgebiet hier ist riesig. Eine Suche ohne konkreten Anhaltspunkt gestaltet sich schwierig“, gibt Eder zu bedenken. Angst um „Johann“ müsse man keine haben.

„Ein Bennett-Känguru kann sich von dem, was es im Wald vorfindet, ernähren. Es hat auch keine natürlichen Feinde, außer den Wolf, und auf den wird es vermutlich nicht gleich treffen“, meint er.

Im Wällischgraben gesichtet

Bennett-Kängurus sind, so Eder, Einzelgänger. Daher herrsche auch keine Unruhe im Gehege der beiden verbliebenen Wallaby-Weibchen. „Sollte jemand ,Johann‘ sehen, bitten wir dies, uns umgehend zu melden. Wir sind mit Fangnetzen, einer Drohne und einem Betäubungsgewehr bestens gerüstet“, sagt er. Die Jägerschaft ist auch informiert.  

Gesichtet wurde „Johann“ übrigens am Donnerstag bei der MAHO-Stubn im Wällischgraben. Dort hüpfte er im Bereich der Mülltonnen über die Straße.

Am Samstag erneute Sichtung

"Ein Bauer hat das Tier gesichtet", teilte Herbert Eder, der Chef des Weißen Zoos, der APA mit. Der Ort der Sichtung im Weißenbachtal bei St. Aegyd am Neuwalde sei vom Gehege, aus dem das Tier ausgebüxt war, etwa zwölf Kilometer entfernt.

Das Team des Weißen Zoos sei sofort ausgerückt. Es wurde auch mittels einer Drohne nach dem Ausreißer gesucht. "Johann" konnte jedoch nicht gefunden werden, schilderte Eder. Nun hoffe man weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.