ÖVP geht mit Zuversicht in Stichwahl. Die Kandidaten der Volkspartei treten bei 17 von 19 Urnengängen an. Steiner rechnet mit erfolgreicher Verteidigung der Bürgermeistersessel in Neusiedl am See und Jennersdorf.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 02. Oktober 2017 (13:38)
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APA/Robert Jäger

Die ÖVP Burgenland geht mit Zuversicht in die Bürgermeister-Stichwahlen am 29. Oktober. Bei 17 der insgesamt 19 Stichwahlen sind Kandidaten der Volkspartei im Rennen. Er sei auch bezüglich Neusiedl am See und Jennersdorf "optimistisch, dass wir beide Städte halten können und dass beide Städte am 29. Oktober einen ÖVP-Bürgermeister haben", sagte Landesparteiobmann Thomas Steiner am Montag.

Ziel der ÖVP für die Kommunalwahl sei es gewesen, stärker zu werden. "Wir haben das im Bereich der Mandate natürlich geschafft", sagte Steiner bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Die ÖVP habe auf die SPÖ 49 Mandate gutgemacht. Er sei überzeugt, "dass wir das auch im Bereich der Bürgermeister schaffen". Vor der Wahl hatten die Sozialdemokraten 87 Ortschefs, die Volkspartei stellte 78.

"Das ist schon eine kleine Sensation, wenn das einer Volkspartei gelingt in einem Land, wo seit Jahrzehnten eine rote Mehrheit herrscht", meinte Steiner im Hinblick auf den Gleichstand bei Bürgermeistern am Ende des Wahlsonntags. SPÖ und ÖVP konnten im ersten Wahldurchgang jeweils 74 Ortschefs gewinnen. Das gebe ihm "extrem viel Zuversicht für die kommenden Jahre", so Steiner.

ÖVP  Hochburgen in der Vergangenheit

Zu den Stichwahlen in Neusiedl am See und Jennersdorf - beide waren in Vergangenheit ÖVP-Hochburgen - sagte der Landesparteiobmann, in beiden Städten habe man "spezielle Situationen" vorgefunden: Neusiedl sei "seit Jahren in Diskussion", Bürgermeisterkandidat Thomas Halbritter habe dort als Quereinsteiger im ersten Durchgang die relative Mehrheit erreicht.

In Jennersdorf gebe es "eine ganz spezielle Situation", mit der im Vorfeld nicht zu rechnen gewesen sei: "Dort hat sich eine Gruppierung gebildet, die es offensichtlich geschafft hat, den Menschen Sand in die Augen zu streuen", so Steiner. Man werde alles tun, um ÖVP-Kandidat Bernhard Hirczy zu unterstützen.

Das Ergebnis bei der Kommunalwahl sei "eine gute Basis für die kommenden Jahre", um ordentliche Arbeit für das Land zu machen, meinte Steiner. "Ordentliche Arbeit wird am Ende von den Menschen auch belohnt", sagte der ÖVP-Landesparteiobmann, der in Eisenstadt Zugewinne verzeichnet hatte.