FPÖ rechnet mit Einzug in Stichwahlen. Die FPÖ rechnet damit, bei den Bürgermeister-und Gemeinderatswahlen am Sonntag im Burgenland mancherorts die Stichwahl zu erreichen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. September 2017 (12:04)
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Johann Tschürtz
APA (Punz)

"Es gibt einige Gemeinden, wo ich sehr zuversichtlich bin", sagte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz am Freitag in Eisenstadt vor Journalisten. Auf Nachfrage, wo er sich gute Chancen ausrechne, meinte Tschürtz: "Wimpassing, vielleicht Oberwart".

Die Freiheitlichen zogen am Vormittag in der Fußgängerzone Bilanz über den Wahlkampf. Er sei zuversichtlich, dass die FPÖ mit dem Modell, die Bürger einzubinden, Erfolg haben werde, meinte Tschürtz. Man wolle etwa den Bereich der Bürgerbefragungen ausbauen: "Die Bevölkerung wird befragt bei wichtigen Projekten".

"Wir gehen optimistisch in die Wahlen am Sonntag", sagte Klubobmann Geza Molnar, der selbst bei der Bürgermeisterwahl in Eisenstadt als Spitzenkandidat der FPÖ antritt. Man habe die Anzahl der Kandidaten verdoppeln können. Der Wahlkampf in Eisenstadt habe gezeigt, "wie notwendig es ist, die Absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen", stellte Molnar fest und fügte hinzu: "Die ÖVP hat in Wirklichkeit den Wahlkampf verweigert", indem sie - im Gegensatz zu den Freiheitlichen - keine Sachthemen angesprochen habe.

Freiheitliche treten in 98 Orten an

Auf der Kandidatenliste der Volkspartei in der Landeshauptstadt ortete der FPÖ-Klubobmann Personen, die "handfeste geschäftliche Interessen" hätten. Sie seien an diversen Investmentfirmen beteiligt, die in den vergangenen Jahren "gute Geschäfte mit der Stadt" gemacht hätten. Molnar erneuerte auch seine Kritik an einem ÖVP-Kandidat, dem die Freiheitlichen im Wahlkampf vorgeworfen hatten, in Vergangenheit Facebook-Einträge geteilt zu haben, die Sympathien für die salafistische Szene erkennen ließen.

Die FPÖ tritt am Sonntag in 98 Gemeinden an, in drei davon mit Namenslisten. Insgesamt stellen sich 809 Kandidaten der Wahl, davon treten 71 bei der Bürgermeisterwahl an, so Landesparteisekretär Christian Ries. Das Ziel sei eine Verdoppelung der bisher 80 Mandate. Der Wahlkampf sei diesmal "äußerst schwierig" gewesen, was mit der besonderen Situation zusammenhänge, dass im Burgenland binnen zwei Wochen Kommunal- und Nationalratswahlen stattfänden.