Arbeitsmarkt im Bezirk Güssing: „Besser als erwartet“

Erstellt am 07. Jänner 2023 | 04:49
Lesezeit: 2 Min
AMS
Foto: NOEN, jule
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist auch im Dezember wieder gesunken. Besonders zurückgegangen ist im Jahr 2022 die Langzeitarbeitslosigkeit.
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Trotz der herausfordernden Konjunkturlage hat sich der Arbeitsmarkt im Vorjahr sehr gut entwickelt. Der Blick in die Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) zeigt, dass die Arbeitslosigkeit im Bezirk auch im Dezember um 4,1 Prozent zurückgegangen ist. Aktuell sind 815 Personen (davon 336 Frauen und 479 Männer) arbeitslos gemeldet.

„Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit konnten wir mit intensiven Beratungen und der Förderung zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ‚Sprungbrett‘ um 28,2 Prozent im letzten Jahr deutlich senken“, erklärt AMS-Geschäftsstellenleiterin Sonja Marth. „Trotz aller Ängste, die wir am Jahresbeginn hatten aufgrund des Ukrainekrieges, verbunden damit die Energiekrise, und der Teuerungen, endete das Jahr 2022 doch noch besser als erwartet“, erklärt Marth.

Nichtsdestotrotz sind die Herausforderungen am Arbeitsmarkt groß, ist Marth überzeugt. „Die Herausforderungen werden auch heuer die berufliche Ausbildung und Integration der Jugendlichen am Arbeitsmarkt, die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Qualifizierung sein“, erklärt Marth.

Ein großes Thema sei nach wie vor der Fachkräfte-und Arbeitskräftemangel. „Mit der Einführung des Pflegestipendiums soll Personen der Weg in den Pflegeberuf attraktiver gestaltet werden und zu einer Ausbildung im Pflegebereich ermutigt werden. Wie die Auswirkungen im Jahr 2023 sein werden, lässt sich nur sehr schwer abschätzen und hängt von vielen Faktoren ab. Wir haben Rückmeldungen von Betrieben, die aufgrund der stark gestiegenen Preise die Öffnungszeiten gekürzt haben, aber auch Rückmeldungen, dass die Aufträge stark rückläufig sind“, schildert Marth.

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