Zwist um Park&Ride in Ollersdorf. Ort fordert Befestigung der Anlage, Land zahlt nicht. Pendler müssen Pendler ab 12. Feber ihr Auto woanders parken.

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. Februar 2017 (04:36)
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Fordern Unterstützung vom Land. Andreas Grandits, Bernd Strobl und Bernhard Hirczy.
BVZ, zVg/Lang

Der Streit um das Park&Ride ist kein Neuer. Die langjährige Forderung der Gemeinde: Das Land soll die Sicherheit der Anlage (Befestigung und Beleuchtung) bezahlen. Weil das Land aber abwinkt, will die Gemeinde die Anlage jetzt mit 12. Feber sperren.

„Die Gemeinde haftet zivilrechtlich für den Zustand des zur Verfügung gestellten Grundstückes und diese Verantwortung können wir nicht länger übernehmen“, heißt es von Bürgermeister Bernd Strobl, der sich von Rot-Blau im Stich gelassen fühlt.

„Eine Anlage zu sperren, weil das Land nicht aktiv wird, ist nicht nachvollziehbar."

Peter Zinggl, Verkehrskoordinator des Burgenlandes, nimmt den VP-Politikern im Gespräch mit der BVZ jegliche Hoffnung für eine mögliche Finanzierung durch das Land. „Eine Anlage zu sperren, weil das Land nicht aktiv wird, ist nicht nachvollziehbar. Gemeinde müssen grundsätzlich immer eine Wegehalterhaftung übernehmen, nicht das Land.

Zudem werden solche Anlagen nur dann vom Land mitfinanziert, wenn sie überregionale Bedeutung haben, diese Anlage ist schlichtweg zu klein“, so Zinggl.

Ausweichen auf Kirchengasse

Laut Bürgermeister Bernd Strobl, der sich mit ÖVP-Pendlersprecher Andreas Grandits und VP-Landtagsabgeordneten Bernhard Hirczy Unterstützung ins Boot geholt hat, parken täglich rund 30 Fahrzeuge auf der Anlage. Diese müssen dann ab 12. Feber auf die Parkplätze entlang der Kirchengasse ausweichen.