Wörterberg: Zehn Asylwerber dürfen bleiben. Die Ankunft von Asylwerbern in Wörterberg sorgte für viele Spekulationen. Mittlerweile hat sich die Verwirrung geklärt.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 13. Mai 2020 (14:08)
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Josef Graf, FPÖ-Bezirksparteiobmann des Bezirks Güssing, ließ am Freitag vergangener Woche verlauten, bei einer privaten Asylunterkunft in Wörterberg seien 50 bis 60 Personen in drei Bussen angekommen. Er habe sofort SPÖ-Bürgermeister Kurt Wagner angerufen, der von der Aktion nichts gewusst habe. Das sei ein Skandal, so Graf. Auch FPÖ-Landesparteiobmann Norbert Hofer fand die Vorgehensweise inakzeptabel. Gerade in Coronavirus-Zeiten könne es nicht sein, dass hier Asylwerber kreuz und quer durch das Land gefahren werden, während die Österreicher wochenlang quasi eingesperrt waren.

In einer ersten Stellungnahme sprach der Unterkunftgeber von 16 Asylwerbern, tatsächlich waren 49 Personen untergebracht. „Der Bund hatte angefragt, ob wir Asylwerber aufnehmen könnten, die Zahl war zunächst unklar. Diese sollten vorerst in Wörterberg untergebracht werden, da dort genug Platz ist. Aufgrund interner Kommunikationsprobleme gab es dann Verwirrung um die genaue Zahl“, erklärt Sonja Windisch, Gruppenvorständin der für die Koordination zuständigen Gruppe 3 in der burgenländischen Landesregierung. Leider habe man daher auch den Bürgermeister zu spät informiert, „was uns sehr leid tut.“ Der Transport mit drei Bussen sei den Corona-Sicherheitsmaßnahmen geschuldet gewesen. Die meisten Asylwerber wurden mittlerweile auf Unterkünfte im ganzen Burgenland verteilt, zehn Personen werden in Wörterberg bleiben.