Spielraum für Investitionen in Ollersdorf. Ollersdorf investiert auch heuer in viele Projekte, trotz weniger Einnahmen. Auch ein langer Streit wurde beigelegt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Februar 2021 (06:01)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Steigende Sozialausgaben und weniger Ertragsanteile sorgen in nahezu allen Gemeinden für weniger Geld in den Kassen. Auch Ollersdorf spürt mit rund 120.000 Euro weniger Einnahmen, die Krise, aber „aufgrund des jahrelangen sorgfältigen und weitblickenden Umgangs mit den vorhandenen finanziellen Mitteln war es nicht nötig, Gebühren anzupassen oder neue Schulden zu machen“, berichtet Bürgermeister Bernd Strobl. Im Gegenteil: Die Gemeinde will im heurigen Jahr rund 170.000 Euro an Schulden abbauen und trotzdem zahlreiche Vorhaben umsetzen (siehe Infobox links). „Der Haushaltsvoranschlag für 2021 war eine große Herausforderung. Uns geht es darum, gezielt, mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen umzugehen, weiter zu denken und darum, auch in Krisenzeiten etwas zu bewegen. Das ist uns geglückt, weil wir wissen, dass man auch andere Fördertöpfe anzapfen kann“, so Strobl.

Ein größeres Projekt ist die Erweiterung des Hochwasserschutzes im Bereich Grund/Königsleiten. „Hier wird eine Schutzmauer erweitert und eine neue errichtet“, erklärt Strobl.
Ebenfalls in Planung ist das örtliche Entwicklungskonzept, welches bereits 2020 umgesetzt hätte werden sollen. „Erst auf Urgenz seitens der Gemeinde beim Land, konnten die nötigen Schritte in die Wege geleitet werden“, meint Strobl.

Beigelegt wurde auch ein Streit zwischen dem Land Burgenland und Ortschef Bernd Strobl. Zur Vorgeschichte: Seit vier Jahren wartete die Gemeinde laut Strobl auf Auszahlung von zur Förderung eingereichten Rechnungen im Bereich Güterwegebau, es gehe um 56.799,04 Euro. Strobl hat deshalb im August angekündigt, ab sofort keine Kostenbeiträge mehr für Güterweg- und Straßenbauarbeiten anzuweisen. Seitens des Landes heißt es dazu, dass es keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung gebe. „Im Dezember wurden dann nach Aufarbeitung der Rechnungen rund 45.000 Euro an die Marktgemeinde überwiesen“, berichtet Strobl über das finanzielle Happy End.