Mindestlohn im Bezirk Güssing: „Nur“ zehn fehlen noch

Neun SPÖ-Orte haben den Mindestlohn eingeführt. Ab 1. Jänner kommen neun weitere dazu, acht davon mit einer VP-Mehrheit.

Erstellt am 25. Dezember 2021 | 05:32
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Geld
Foto: APA (dpa)

Seit Jahresbeginn können Gemeinden einen Mindestlohn von 1.700 Euro netto einführen, nach dem Vorbild des Besoldungsmodells des Landes. In rund 120 Gemeinden wurde das Modell bereits umgesetzt, auch in neun Gemeinden im Bezirk — allesamt unter SPÖ-Führung.

Mit 1. Jänner kommen neun weitere dazu (siehe Infobox), die die Besoldungsreform beschlossen haben. Acht davon haben eine VP-Mehrheit. Für Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch (VP) kein Thema der „Farbe“. Für uns stand nie zur Debatte, nicht auf den Mindestlohn umzusteigen, wir haben uns allerdings Zeit gelassen, um mit allen Mitarbeitern zu sprechen, wie sich das Modell auswirkt. Rund 50 Prozent haben das Angebot angenommen“, erklärt Deutsch. Dank stabilem Budget, könne man sich diese Mehrkosten von 30.000 Euro, so der Ortschef, auch leisten.

In zehn von 28 Gemeinden im Bezirk Güssing ist der Mindestlohn weiterhin kein Thema. Für die SPÖ Gerersdorf-Sulz beispielsweise, scheitert es am „Nicht-Willen der VP“. „Stimmt nicht“, kontert Ortschef Günter Berzkovics (VP). „Die Mehrkosten von rund 21.000 Euro sind aktuell nicht drinnen im Budget. Sollte es finanziell aber doch möglich sein, dann spricht nichts dagegen, den Mindestlohn im Laufe des nächsten Jahres rückwirkend zu beschließen.“