Arbeitsmarktzahlen: Trend setzt sich fort

Vor allem die beiden südlichsten Bezirke konnten große Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit verzeichnen.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 09. Juni 2017 | 04:56
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Laut AMS ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Burgenland im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 8,3 Prozent zurückgegangen. Insgesamt waren im Mai 8.042 Personen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent, weil auch die Zahl der Beschäftigten weiter steigt: 104.000 Menschen haben im Burgenland Arbeit, um 1.000 mehr als Ende Mai 2016.

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Quelle AMS, Grafik Bischof

Güssing verzeichnet im Mai ein Minus von 17,2 Prozent. „Im Bezirk ist der Rückgang in allen Bereichen spürbar, besonders im Bau-, Metall/Elektro- und Bürobereich“, erklärt Manfred Herist, Chef des AMS Stegersbach. Erfreulich ist auch der Rückgang bei den Jugendlichen bis 24 Jahre und bei den Älteren ab 50 Jahre. „Hier greift die Förderstrategie ‚50PLUS‘“, so Herist.

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Arbeitsmarktzahlen Bezirk Jennersdorf
Quelle AMS, Grafik Bischof

Eine positive Entwicklung gibt es auch bei den offenen Stellen und Lehrstellen im Bezirk Güssing. „Hier hat der Sonderfaktor ‚Bundesheer‘ einen großen Anteil, aber auch die Aktion ‚AMS on Tour‘. Im Rahmen dieser Aktion wurde an die 30 offenen Stellen akquiriert“, erklärt Herist.

Die Zahl der offenen Lehrstellen hat sich ebenfalls positiv entwickelt, allerdings stagniert die Zahl der Lehrstellensuchenden weiter auf niedrigem Niveau. „Es wird daher immer schwieriger, die gemeldeten offenen Lehrstellen zu besetzen“, meint Herist.

Der Bezirk Jennersdorf (siehe auch Grafik weiter oben) hat mit 20,5 Prozent den stärksten Rückgang der Arbeitslosen im Burgenland. Alle Personengruppen profitieren davon – auch die Älteren ab 50 Jahre, dieser Trend ist laut AMS-Jennersdorf-Chef Harald Braun sehr ungewöhnlich.

„Auch deshalb, weil die Wirtschaft wieder anspringt und die Personen flexibler werden und mehr pendeln, vor allem in den Großraum Graz“, so Braun. Hier ist vor allem die Firma Magna ein Garant für Jobs, rund 3.000 zusätzliche Mitarbeiter werden aufgenommen.