Bildungscampus: Verhandlung läuft

Das „Nein“ von Strem und Heiligenbrunn für den großen Bildungscampus der fünf Gemeinden, führt zu Gesprächen über eine verkleinerte Vision für die Pinkatalgemeinden.

Erstellt am 09. Juli 2021 | 05:15
Campus: Verhandlung läuft
v.l.n.r.: Heiligenbrunns Ortschef Johann Trinkl (ÖVP): „Gemeinsame Sache mit Strem ist nicht vom Tisch.“
Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch (ÖVP): „Wir waren einstimmig gegen das Projekt.“
 
Foto: BVZ

Nach der erneuten Befragung des Gemeinderates in Strem und Heiligenbrunn (die BVZ berichtete) gibt es für das Großprojekt nur noch das entscheidende „Nein“ zu verkünden.

Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch dazu: „Der Gemeinderat hat sich einstimmig gegen das Projekt ausgesprochen, nachdem auch vorher schon die Fraktionen einer Teilnahme die Absage erteilt haben.“ Die Argumente, so Deutsch, seien die stärkere Orientierung der Gemeinde Strem nach Güssing und nicht ins Pinkatal.

„Aber auch, dass keine Kinderkrippe und kein Kindergarten bei der Campuslösung angedacht sind, haben uns dazu bewogen“ Bernhard Deutsch

„Aber auch, dass keine Kinderkrippe und kein Kindergarten bei der Campuslösung angedacht sind, haben uns dazu bewogen“, erklärt Deutsch im Gespräch mit der BVZ. Wie man jetzt in Strem weitermachen will? „Wir werden in erster Linie versuchen, nochmals mit der Gemeinde Heiligenbrunn über eine gemeinsame Errichtung einer Bildungseinrichtung zu verhandeln. Wenn das nicht klappt, dann wollen wir unsere Schule adaptieren und sanieren.“

„Aber die gemeinsame Sache mit Strem (Kindergarten und Volksschule) ist noch nicht vom Tisch, da muss die Standortfrage geklärt und noch einige Gespräche geführt werden – bis Herbst sollten wir schon mehr wissen.“  Johann Trinkl

Auch in Heiligenbrunn hat der Gemeinderat seine Entscheidung getroffen, wie Bürgermeister Johann Trinkl schildert: „Die ÖVP war auch bei der zweiten Abstimmung dagegen. Von uns aus war es nämlich immer klar, dass der Weg nach Güssing zielführender ist. Die Leute arbeiten in Güssing und nehmen ihre Kinder klarerweise mit. Aber die gemeinsame Sache mit Strem (Kindergarten und Volksschule) ist noch nicht vom Tisch, da muss die Standortfrage geklärt und noch einige Gespräche geführt werden – bis Herbst sollten wir schon mehr wissen.“

So weit so gut. Wie es in der Causa jetzt weitergehen wird, erklärt Jürgen Schabhüttel, der zuständige Koordinator aus dem Büro des Landeshauptmanns: „Jetzt wird überlegt und weiter verhandelt, ob eine verkleinerte Form für die Pinkatalgemeinden möglich ist. Das Projekt muss jetzt adaptiert werden und dann kann man mehr dazu sagen.“