„Graf Ali“ will Fußfesseln

Erstellt am 21. März 2018 | 05:30
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Alfons Mensdorff-Pouilly
Foto: NOEN
Der wegen Beteiligung an Untreue zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilte Alfons Mensdorff-Pouilly will Fußfessel.
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Schon demnächst wird die Justizanstalt Eisenstadt adeligen Besuch bekommen. Denn „Graf“ Alfons Mensdorff-Pouilly – er wurde wegen Beteiligung an der Untreue in der Causa Blaulicht-Funk „Tetron“ zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt – muss bei Justizanstaltsleiter Oberst Günter Wolf vorstellig werden.

Gibt bereits einen Antrag auf Tragen einer Fußfessel

Dass die Justizanstalt Eisenstadt für Mensdorff-Pouilly zuständig ist, liegt daran, dass er laut Wolf im Burgenland „aufhältig“ ist. „Es gibt bereits einen Antrag auf Tragen einer Fußfessel“, so Wolf. Mensdorff-Pouilly hat den Antrag „front door“ gestellt, was so viel heißt, dass er die verhängte Haftstrafe nicht antritt und den Antrag auf Fußfessel, so Wolf, als „freier Mann“ gestellt hat. „Der Verurteilte kommt nur in die Justizanstalt, um abklären zu können, ob eine Fußfessel getragen werden kann“, erklärt Wolf.

Die Chancen, dass Mensdorff-Pouilly eine Fußfessel genehmigt bekommt, stehen laut Justizanstaltsleiter Wolf sehr gut: „Das Strafausmaß liegt unter zwölf Monate. Damit erfüllt er eine wichtige Voraussetzung.“ Verhandelt wird derzeit die Art und Weise der Fußfessel, ob er Hausarrest hat oder einer Beschäftigung nachgehen darf. Danach wird der Radius, in dem er sich bewegen darf, festgelegt.

Mensdorff-Pouilly wird nicht der einzige Fußfessel-Träger sein. Derzeit gibt es im Burgenland fünf.

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