Gastronomie seufzt weiter

Bezirk Güssing: Das Konzept der Bundesregierung bezüglich Schanigärten stößt bei den heimischen Gastronomen auf viel Unverständnis. Die Verzweiflung der Wirte wird dabei immer größer.

Erstellt am 06. März 2021 | 06:33

Ab 27. März dürfen bekanntlich die Gastgärten, auch Schanigärten genannt, besucht werden, jedoch nur mit negativem Eintrittstest. Dort beginnen auch die Osterferien. Bei den heimischen Gastronomen sorgt das für viel Unverständnis.

„Ich habe mir die Pressekonferenz gar nicht angesehen. Es ist eine Katastrophe, so ein Hick-Hack habe ich nicht erwartet“, ärgert sich Matthias Mirth aus Eltendorf. Von der „halbherzigen“ Lösung sei er nicht überzeugt. „Es hat Konzepte für Öffnungsschritte gegeben, aber das wird alles von der Politik ad acta gelegt“, seufzt der Gastronom.

„Was soll ich tun, wenn es plötzlich regnet?“

Ähnlich sieht das Gerlinde Gibiser aus Heiligenkreuz: „Es ist total bescheuert mit den Schanigärten. Ich habe ein tolles Publikum, es geht mir um das Wohl der Gäste. Was soll ich machen, wenn ich Reservierungen für Sonntag habe und dann regnet es plötzlich? Ich muss das ganze Essen dann wegschmeißen oder verschenken. Es ist eine Traurigkeit und es heißt wieder weiter warten“. Verärgert war auch Bernhard Pranger, Antonyus-Wirt in Rudersdorf und Betreiber des „Börnys“ in Dietersdorf: „Was soll man da noch sagen? Da lacht ja die Kuh drüber.“

Montefusco: „Vorteil durch unseren Garten“

Persönlich sieht Elisabeth Montefusco aus Rudersdorf Vorteile, da die „Trattoria Da Montefusco“ einen großen Gastgarten aufweist und es somit keine Platzprobleme geben sollte: „Wir sind durch unseren Garten sicher bevorzugt, aber die Maskenpflicht im Freien verstehe ich nicht.

Es ist auch ungut unseren Kollegen gegenüber, die keinen Garten haben. Die ganzen Lockerungen sind, wie wenn du einen neuen Koch hast, aber der kann keine Spaghetti Bolognese machen und es kommt immer etwas anderes raus.“