Kaufkraft fließt meist in den Online-Handel . Vom gesamten Kaufkraftvolumen von 19,1 Millionen Euro bleiben nur 8,2 Millionen Euro in der Region – Gewinner ist „Online“.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 15. November 2017 (05:48)
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Präsentierten Ergebnisse. Klaus Sagmeister, Otmar Trummer, Jürgen Szerencsits, Markus Wolf, Alois Mondschein, Georg Gumpinger, Werner Unger, Vinzenz Knor und Wolfgang Ivancsics (v.l.).
BVZ, zVg

Im Auftrag der Wirtschaftskammer erhob Studienautor Georg Gumpinger aktuelle Trends und Veränderungen im Handelsverhalten in den vergangenen Jahren. Die Ergebnisse wurden unlängst im Technologiezentrum präsentiert – auffälligste Erkenntnis: Die Bedeutung des Online-Handel nimmt immer mehr zu.

„Chancen bietet der touristische Gast, der im Einzelhandel noch unterschätzt wird"

Dabei zeigte sich, dass Güssing, so wie zahlreiche andere Städte auch, als Einzelhandelsstandort an Attraktivität verliert. „Chancen bietet der touristische Gast, der im Einzelhandel noch unterschätzt wird und wo es auch hier Potenzial gibt“, nannte Gumpinger bei seinem Vortrag auch gleich eine Lösung für das Problem. „Hier hat Güssing im Vergleich zu anderen Städten den Attraktivitätsvorteil eines historisch gewachsenen Stadtkerns mit der Burg im Zentrum.“

Dadurch gebe es vor allem Chancen für eigentümergeführte Betriebe im höheren Qualitätssegment durch hochwertige Produkte und kompetente Beratung. Ganz aus der Pflicht lassen wollte der Studienautor die ansässigen Betriebe aber auch nicht: „Die Unternehmer sind gefordert, den digitalen Herausforderungen durch eine zeitgemäße Online-Präsenz zu begegnen.“

Arbeitsgruppe soll Maßnahmen erarbeiten

Die Studienergebnisse wurden im Anschluss an die Präsentation noch intensiv diskutiert und als Ergebnis soll sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bürgermeister Vinzenz Knor um die Ableitung konkreter Maßnahmen kümmern.