Klimaschutz beginnt im Ort. Mithilfe von speziellen Projekten, sollen 19 verschiedene Gemeinden klimafit gemacht werden, sodass diese sich optimal auf den Klimawandel vorbereiten können.

Von Anika Perner. Erstellt am 03. Juli 2019 (03:04)
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Philipp Novakovits vom EEE und Ingmar Höbarth, Geschöftsführer Klima- und Energiefonds
zVg

Da sich die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher bei uns zeigen, wurde vom Klima-und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) im Herbst 2016 das Förderprogramm Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR!) ins Leben gerufen.

Da es zu immer mehr Temperaturextremen, Starkregen und Trockenheit kommt, hat sich das Programm zum Ziel gesetzt, verschiedene Regionen und Gemeinden auf den Klimawandel so gut wie möglich vorzubereiten. Dies soll mittels Anpassungsmaßnahmen und Projekten an und vor allem mit, den einzelnen Regionen geschehen, um so das Schadenspotenzial zu verringern und die Lebensqualität stabil zu halten. Unter diesem Leitspruch wurden nun 19 weitere Gemeinden des ÖköEngergielandes teil des Projektes. Diese haben sich der Idee des Europäischen Zentrums für Erneuerbare Energien Güssing (EEE) angeschlossen.

„Wir wissen, dass der Klimawandel schon da ist und noch gravierender wird. Deshalb müssen wir uns schon jetzt mit den Folgen auseinandersetzen und uns auf die Auswirkungen in der Region vorbereiten“, so Projektkoordinator Philipp Novakovits

Bei diesen Projekten komme es vor allem darauf an, dass alle zusammenarbeiten und dass Aktionen in den Regionen koordiniert werden, erklärt der Experte. Den Menschen in den einzelnen Haushalten muss erklärt werden, was der Klimawandel auslöst und welche Konsequenzen dieser mit sich bringt. Infolgedessen muss der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben werden, sich auf diese Umstände entsprechend vorzubereiten.

Bewusstseinsbildung im breitem Spektrum

In Zusammenarbeit mit Klimaforschern wird das auf die Regionen abgestimmte Anpassungskonzept erstellt. „Welche genauen Maßnahmen dies sein werden kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht konkret sagen, diese aber, werden zeitnah erarbeitet, erklärt Novakovits.

Erste Ergebnisse des Projektes sind Ende des Jahres zu erwarten, denn da soll das Anpassungskonzept fertig ausgearbeitet sein. Das Team rund um das Klimawandelanpassungsprogramm erhofft sich, dass das Projekt von allen Seiten angenommen wird und dass ein generelles gesellschaftliches Umdenken, wie man mit der Umwelt umgeht, stattfindet.