Kommandant will Feuerwehr-Fusion von drei Gemeinden. Klaus Krenn, Kommandant der Feuerwehr St. Michael will drei Feuerwehren fusionieren. Gemeinderat ist informiert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 22. November 2017 (05:47)
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Eine Gemeinde, drei Feuerwehren (St. Michael, Schallendorf, Gamischdorf) und ein Problem: Es fehlt an Freiwilligen, die sich um ein Amt in der ersten Reihe bemühen.

Klaus Krenn, Kommandant der Feuerwehr St. Michael, will diesen Missstand jetzt lösen und macht dem Gemeinderat den Vorschlag, alle drei Wehren der Ortsteile zu fusionieren. „Der Kommandant aus Schallendorf hat sein Amt zurückgelegt, in St. Michael fehlt ein Stellvertreter. Auch finanziell sind drei Wehren sehr belastend für eine Gemeinde, also warum legen wir sie nicht einfach zusammen?“, erklärt Krenn sein Vorhaben, bekam bisher darauf aber kaum positive Reaktionen.

„Es ist nicht unser Bestreben, drei Feuerwehren zusammen zu legen, aber wir werden uns damit beschäftigen, vor allem weil es diesen Brief gibt. Grundsätzlich hätte die Feuerwehr Schallendorf noch Zeit, einen neuen Chef zu finden, und auch in St. Michael müsste man konkret auf die Suche gehen, immerhin hat diese Wehr die meisten Mitglieder“, meint Bürgermeister Erich Sziderits (ÖVP).

Kommunalpolitik ist so gar nicht begeistert

Ins gleiche Horn wie Sziderits bläst auch Vize Franz Eberhardt (SPÖ), selbst Kommandant in Gamischdorf. „Sowohl als Kommandant, als auch als Vizebürgermesiter will ich, dass alle drei Wehren bestehen bleiben. Warum soll etwas, dass in einem Ortsteil gut funktioniert, aufgegeben werden. Krenn soll seine Hausaufgaben erledigen, einen Stellvertreter suchen und sich dazu bereit erklären, dass die Kräfte der drei Wehren gebündelt werden“, sagt Eberhardt, der sich als Kompromiss eine Zusammenarbeit bei der Ausrüstung vorstellen kann.

Krenn warten jetzt auf eine Einladung der Gemeinde. „Mit der neuen Ausrüstungsverordnung, die ab 1. Jänner in Kraft tritt, wird es dann schwerer für kleine Feuerwehren, weil da für die Beschaffung von Ausrüstungen nicht mehr die Gemeinde gilt, sondern das ganze Einzugsgebiet. Spätestens dann wir über meinen Vorschlag diskutiert werden müssen“, ist der Kommandant überzeugt.