Nach großem Andrang: Teststraßen kommen. Die Gemeinden Olbendorf, Güssing, Ollersdorf und voraussichtlich Eberau richten ab 15. Feber lokale Testzentren ein.

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. Februar 2021 (06:15)

1.000 Antigen-Schnelltests werden alleine in der Oberwarter Messehalle pro Tag gemacht, rund die Hälfte in Heiligenkreuz. Der Bezirk Güssing hatte nämlich bislang keine eigene Teststraße, was im Vorfeld für viel Kritik sorgte. Nach dem Ansturm in der Vorwoche — der sich durch die „Eintritttests“ für körpernahe Dienstleister ergeben hat — haben auch die Wartezeiten auf einen Termin erheblich zugenommen. Waren zu Beginn die Testungen innerhalb von fünf bis zehn Minuten erledigt, muss man jetzt schon mit Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde bei einer Teststation rechnen. Mit der Ankündigung, sich auch in Apotheken kostenlos testen zu lassen, entspannte sich die Lage zu Beginn der Woche nur leicht (siehe Meinungen). Nach wie vor gilt: Wer einen Test haben möchte, muss schnell sein.

Um der Bevölkerung einen schnelleren Zugang zu Testmöglichkeiten zu bieten, haben sich jetzt zahlreiche Gemeinden im Bezirk entschieden, Teststraßen zu öffnen (siehe Infobox). Darunter auch Olbendorf, Güssing, Ollersdorf und voraussichtlich Eberau, die ihre Teststraßen mit 15. Feber öffnen.
Für Ollersdorfs Ortschef Bernd Strobl eine Notwenigkeit, die außer Frage stand. „Innerhalb weniger Stunden ist bei uns alles bereit gestanden. Die Bevölkerung, aber auch Helfer aus Nachbargemeinden standen sofort zur Verfügung. Die Lösung, dass Gemeinden endlich Teststraßen anbieten können war längst überfällig, denn wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Ollersdorf zur Teststation nach Heiligenkreuz fahren würde, wäre der Test auf der Heimfahrt schon wieder ungültig“, kann sich Strobl die eine spitze Bemerkung nicht verkneifen.

Eine weitere Initiative ging von Olbendorfs Bürgermeister Wolfgang Sodl und Güssings Stadtchef Vinzenz Knor aus. „Wir verstehen das als selbstverständlich der Bevölkerung eine wichtige Serviceleistung zu bieten. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit funktioniert.“

Zu Redaktionsschluss, am Mittwochvormittag, stand noch nicht fest, ab wann die Anmeldung zu den Tests in den Gemeinden erfolgen kann. Mehr dazu lesen sie auf www.bvz.at.