NR-Wahl: ÖVP holt bestes Bezirksergebnis. Mit einem Plus von 6,89 Prozent behauptet sich der Bezirk Güssing als ÖVP-Hochburg im Burgenland.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. September 2019 (18:53)
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Wahllokal Nationalratswahl Symbolbild
APA/HELMUT FOHRINGER

Bei den Nationalratswahlen führte auch im Bezirk Güssing kein Weg an den „Türkisen“ vorbei. Mit 43,6 Prozent liegt die ÖVP deutlich vor der SPÖ, die mit 28,8 Prozent ein Minus von 2,48 Prozent hinnehmen muss. Die FPÖ stürzt mit 17,1 Prozent der Stimmen (-8,22 Prozent) ab, bleibt aber auf Platz 3. NEOS holen mit 3,4 Prozent ein Plus von 1,31 Prozent, JETZT liegt mit 0,8 Prozent (-1,37 Prozent) deutlich hinter der Ergebnis von 2017. Die GRÜNEN schaffen mit 5,6 Prozent ein Plus von 4,02 Prozent.

Die meisten Zugewinne schaffte die ÖVP in Rohr (14,01 Prozent), Tschanigraben (13,52 Prozent) und Hackerberg ‑ der Heimatgemeinde von Kandidatin Karin Kirisits – mit einem Plus 11,19 Prozent. Das geringste Plus gab es für die ÖVP in Bildein (0,65 Prozent).

Die SPÖ hat im Bezirk Güssing in den Gemeinden Inzenhof (+10,80 Prozent), der Heimatgemeinde von Kandidat Jürgen Schabhüttl, Heugraben (+2,65 Prozent) und Neustift bei Güssing (+1,89 Prozent) am meisten zugelegt. Die größten Verluste musste die SPÖ in der „roten“ Hochburg Tschanigraben (-10,81 Prozent), Rohr (-4,81 Prozent) und Burgauberg-Neudauberg (-4,40 Prozent) einstecken.

Die FPÖ konnte in keiner Gemeinde des Landes Zugewinne verbuchen. Die geringsten Verluste im Bezirk Güssing dafür in Tschanigraben (-2,71 Prozent), Heugraben (-3,31 Prozent) und Großmürbisch (-3,80 Prozent). Die massivsten Stimmenverluste steckte die FPÖ in Inzenhof (-14,68 Prozent), Neustift bei Güssing (-12,20 Prozent) und Wörterberg (-12,05 Prozent).

Die größten Verluste mussten NEOS im Bezirk Güssing hinnehmen. Mit Wörterberg (-2,94 Prozent), Moschendorf (-1,04 Prozent), Heiligenbrunn (-0,74 Prozent), Bildein (-0,48 Prozent), Inzenhof (-0,46 Prozent) und Hackerberg (-0,31 Prozent) liegen gleich sechs unter den zehn Gemeinden des Landes, wo die NEOS Verluste hinnehmen mussten.

JETZT konnte in Hackerberg (+0,13 Prozent) und Rauchwart (+0,07 Prozent) minimale Zugewinne verbuchen.

Die GRÜNEN konnten in Wörterberg (7,07 Prozent), Stinatz (6,48 Prozent) und Kukmirn (+5,85 Prozent) die besten Ergebnisse erzielen. In Tschanigraben gab es dafür keine Stimme, in Kleinmübisch (0,87 Prozent) und Inzenhof (1,08 Prozent) das kleinste Plus.

Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zur Nationalratswahl 2017 mit 70,57 Prozent um 4,48 Prozent zurückgegangen.

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