Ollersdorf: Fusion als Weg zum Schulerhalt . Nach der Pensionierung der Ollersdorfer Volksschuldirektorin Angelika Buchetits, gibt es Gespräche zu einer Zusammenarbeit von fünf Volksschulen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 26. Juni 2019 (18:06)
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Das Burgenland ist seit Herbst das einzige Bundesland, das sogenannte Pilotcluster testet. Konkret heißt das, dass mehrere Schulen — von der Volksschule bis zur Neuen Mittelschule — unter einer Führung zusammengelegt werden.

Gespräche zwischen Gemeinden und Landesschulrat

Ein Modell, dass im Burgenland bereits seit mehreren Jahren Schule macht, ist das des doppelten Direktors. Am Beispiel der Volksschulen Stegersbach, Burgauberg und Bocksdorf sogar des dreifachen Direktors, denn Doris Kottas leitet alles drei Standorte.

Nach der Pensionierung der Ollersdorfer Volksschuldirektorin Angelika Buchetics, die die Volksschule 18 Jahre leitete, gab es jetzt Gespräche zwischen Gemeinden und dem Landesschulrat, um längerfristige Zusammenarbeiten von mehreren Schulen auszuloten.

Die Nachfolge von Buchetics ist aktuell noch nicht geklärt. „Hier soll in den nächsten Wochen eine Entscheidung fallen, wer mit der Leitung der Schule betraut wird“, heißt es dazu von Bildungsdirektor Heinz Zitz.

„Längerfristig macht eine Zusammenarbeit Sinn, um die Schulen zu erhalten“, so Bernd Strobl.
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Die Entscheidung liegt in jedem Fall bei der zuständigen Landesrätin Daniela Winkler und nicht im Landesschulrat selbst. Hinter vorgehaltener Hand heißt es aber, dass die Hackerberger Direktorin mit der Leitung der Schule in Ollersdorf betreut werden soll. „Eine gute Lösung“, für Ortschef Bernd Strobl, der sich aber eine langfristige Lösung wünschen würde, vor allem, um den Schulstandort abzusichern.

„Längerfristig gesehen macht es Sinn, wenn die fünf Schulen Stegersbach, Burgauberg, Bocksdorf, Ollersdorf und Hackerberg eine größere Einheit bilden und ihre Zusammenarbeit vertiefen würden. Für kleine Schulen, wie sie auch wir in Ollersdorf habe, ist das die einzige Möglichkeit den Standort langfristig zu erhalten“, ist Bernd Strobl überzeugt.

Keine weiteren Cluster geplant

Dass es Gespräche für eine Kooperation gegeben hat, bestätigt auch Bildungsdirektor Heinz Zitz, „aber es handelt sich lediglich um Gespräche, um auszuloten, was sich Schulen wünschen und was sie brauchen, um in Zukunft noch mehr zusammen zu wachsen“, so Zitz. Einen weiteren Schulcluster soll es im nächsten Schuljahr nicht geben.