Orte bangen um Schulen. In Moschendorf und Großmürbisch werden im kommenden Schuljahr lediglich sieben Schüler die Volksschule besuchen. Zugesperrt wird aber trotzdem nicht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 07. Februar 2018 (05:25)
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Leere Klassenzimmer
APA (dpa)

Schon seit Jahren scheint kein Schuljahr zu vergehen, ohne dass Schließungsgerüchte rund um die Volksschulen Moschendorf und Großmürbisch laut werden. Auch für das kommende Schuljahr werden die Gerüchte über eine Schließung der beiden Kleinstschulen wieder angeheizt, aber dieses Mal dürfte es wieder nicht „ernst“ werden.

Lediglich je sieben Schüler werden nach derzeitigen Stand die beiden Schulen besuchen, in Moschendorf wären das um zwei mehr als in diesem Schuljahr, in Großmürbisch um drei Schüler weniger als derzeit. Weil laut Gesetz Gemeinden das Recht auf eine Volksschule im Ort haben, kann das Land die beiden Kleinstschulen, trotz der geringen Anzahl an Schüler, nicht schließen.

„Wir haben den Beschluss gefasst, dass wir die Schule, trotz sinkender Schülerzahlen, erhalten wollen"

„Eine gesetzliche Schließung ist nur möglich, sollte eine Volksschule eines Ortsteils weniger als zehn Kinder haben“, weiß Landesschulratspräsident Heinz Zitz. Beide Ortschefs wollen „ihre“ Schule aber weiter erhalten, auch wenn sich bei sinkenden Schülerzahlen die Frage aufdrängt, ob der Unterricht weiterhin „pädagogisch wertvoll“ gestaltet werden kann. „Wir haben den Beschluss gefasst, dass wir die Schule, trotz sinkender Schülerzahlen, erhalten wollen. Es ist wichtig und richtig, dass die Kinder im Ort unterrichtet werden und solange das Land akzeptiert, dass die Schule unter zehn Schüler hat, wird das bei uns auch so bleiben“, sagt Moschendorfs Bürgermeister Werner Laky.

Ins selbe Horn bläst auch Großmürbischs Bürgermeister Jürgen Kurta. „Wir wollen unsere Schule erhalten, das hat oberste Priorität. Trotzdem müssen wir uns aber auch Gedanken um die Zukunft machen, sollte es für die Gemeinde nicht mehr möglich sein, den Schulstandort aufrecht zu erhalten. Das Gebäude könnte dann für Wohnungen oder eine Tagesstätte genützt werden.“