Perverser „Porno-Opa“ verurteilt. Ein 65-jähriger Mann lud sich zahlreiche Fotos und Videos mit kinderpornografischen Darstellungen aus dem Internet herunter.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 09. Februar 2017 (11:43)
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Von einer Internet-Plattform bezog ein 65-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Güssing im Jahr 2015 zahlreiche Video- und Bilddateien, die pornografische Darstellungen von Kindern enthielten.

Einschlägige Tauschplattform genutzt

Insgesamt fand die Polizei bei dem Mann 210 Videodateien und 539 Fotodateien mit einschlägigem Inhalt.

Vor einigen Wochen hätte sich der Pensionist vor Richter Wolfgang Rauter verantworten müssen; der Angeklagte blieb der Verhandlung jedoch unentschuldigt fern.

Der Richter führte den Prozess trotzdem in Abwesenheit des Angeklagten durch. Dem Pensionisten wurde dabei nicht nur vorgeworfen, dass er selbst illegale Bilder und Videos heruntergeladen habe; indem er eine einschlägige Tauschplattform nutzte, machte er anderen Nutzern auch Bilder und Videos mit kinderpornografischen Inhalten zugänglich und verfügbar, die er selbst auf seinem Laptop gespeichert hatte.

„Widerliche“ Bilder aus dem Internet

„Teilweise waren die Bilder und Videos ausgesprochen grauslichen, widerlichen Inhalts“, betonte der Richter bei der Verhandlung.

In Abwesenheit wurde der 65-jährige Pensionist aus dem Bezirk Güssing, der sich vor der Polizei geständig verantwortet haben soll, zu 6.000 Euro Geldstrafe und zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Wegen der besonders abstoßenden Darstellungen, die sich der Pensionist verschafft hatte, sei mit entsprechender Konsequenz vorzugehen gewesen, erklärte der Richter das gefällt Urteil.

Er habe trotz der Unbescholtenheit des Angeklagten durch die verhängte Kombination von Geldstrafe und bedingter Haft den möglichen Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe zu mehr als einem Drittel ausgeschöpft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.