SPÖ erstmals vor ÖVP, eine Stichwahl

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 05:21
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Wahl Symbolbild
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER
Die SPÖ verliert zwar den Ortschef in Kleinmürbisch, gewinnt aber Gerersdorf und St. Michael und holt bei den Mandaten das erste Mal bei Gemeinderatswahlen die Mehrheit. Die ÖVP fährt hingegen das zweitbeste VP-Ergebnis im Land ein. In Kukmirn muss Werner Kemetter (ÖVP) gegen Klaus Kroboth (BMK) in die Stichwahl.
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25.611 Personen waren im Bezirk aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um Bürgermeister und Gemeinderäte zu wählen. 17,31 Prozent davon haben diese bereits am vorgezogenen Wahltag abgegeben. Mit 81,04 Prozent Wahlbeteiligung war man dieses mal aber um -3,86 Prozent unter jener von 2017, konnte aber im Bezirksvergleich trotzdem so viele Wähler zu den Urnen bringen, wie in keinem anderen Bezirk im Burgenland.

In Parteistimmen hat die SPÖ mit 47,20 ihren Vorsprung deutlich auf die ÖVP ausgebaut, die mit 45,75 ein Minus von 1,23 Prozentpunkten einfuhr. Seit 2005 hat die SPÖ im Bezirk Güssing die Mehrheit bei den Landtagswahlen, die bisher auch gehalten wurde. Jetzt wurde das erste Mal auch bei den Gemeinderatswahlen die Mehrheit erreicht.

Die größten Gewinne für die SPÖ gab es in St. Michael, wo Otto Horvath (SPÖ) Langzeitbürgermeister Erich Sziderits (ÖVP) vom Bürgermeistersessel stieß. Auch in Gerersdorf musste die ÖVP mit Spitzenkandidat und Ortschef Günter Berzkovics das Bürgermeisteramt aus der Hand geben. Hier ist SPÖ-Vizebürgermeister Roman Jandrisevits der große Wahlsieger. Die ÖVP hingegen freut sich über den Wahlsieg in Kleinmürbisch, wo Wolfgang Wolf mit seiner ÖVP-nahen Liste Wolf den Bürgermeister holte.

Aber auch den Gewinn des Vizebürgermeisters in Großmürbisch und Eberau verbucht man bei den Türkisen als großen Erfolg, ebenso, wie das beste jemals eingefahrene Ergebnis in Inzenhof. Schmerzlich für die ÖVP auch der Blick nach Ollersdorf, wo VP-Ortschef Bernd Strobl sowohl um das Bürgermeisteramt, als auch um die Mehrheit im Gemeinderat zittern musste, beides letztendlich aber um 32 und 14 Stimmen halten konnte.

Die FPÖ kommt mit 2,65 Prozent auf ein deutliches Minus von -1,96 Prozent. Die Liste Klartext hat in keiner Gemeinde im Bezirk den Einzug in den Gemeinderat geschafft. Die MFG hat mit Cosmin Mircea ein Mandat in Burgauberg-Neudauberg geholt.

NEOS und Grüne haben in keiner Gemeinde im Bezirk kandidiert.

Die SPÖ hält aktuell bei 12 Bürgermeistern, die ÖVP bei 14. Gernot Kremsner konnte trotz massiver Verluste sein Amt für die Liste Rohr verteidigen.

In Kukmirn muss Werner Kemetter (ÖVP) gegen Klaus Kroboth (BMK) in die Stichwahl.

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