Uhudler bleibt im Land. Der Europaabgeordnete Thomas Waitz ist mit seinem Antrag, das in der EU bestehende Anbauverbot für Rebsorten für den Uhudler zu kippen, in Brüssel nicht durchgekommen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. April 2019 (04:22)
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Seit Montag steht fest, dass der Uhudler weiterhin nur im Burgenland angebaut werden darf, für das eine Ausnahmeregelung gilt. Der grüne Europaabgeordnete Thomas Waitz ist mit seinem Antrag, das in der EU bestehende Anbauverbot für die Weinsorte Uhudler zu kippen, im Agrarausschuss in Brüssel nicht durchgekommen.

Außerdem darf der Uhudler derzeit noch auf einer Fläche von 40 Hektar in der Steiermark angebaut werden, an dieser Regelung soll sich auch in Zukunft nichts ändern. In anderen Gebieten in der Steiermark sowie in Europa dürfte Uhudler dann nicht angebaut werden. Unterstützung für sein Vorhaben bekam der Europaabgeordnete Waitz von Landtagsabgeordnetem Wolfgang Spitzmüller (Grüne), der durch die „Kurzsichtigkeit der Bundesregierung die Entwicklung des Kultweins Uhudler als gefährdet sieht.“

Entwicklung des Kultweins Uhudler gefährdet

Waiz wollte ursprünglich das Anbauverbot in der EU komplett kippen, hatte dann aber einen Kompromissantrag eingebracht. Dieser hätte vorgesehen, dass Länder mit einer gewissen Tradition um Ausnahmen ansuchen könnten. „Durchgesetzt hätten sich aber Frankreich und andere südliche Länder, die das nicht gewollt hätten“, sagte Waitz. Dass der Uhudler andere Weinmarken bedrohe, wies Waitz als „Unsinn“ zurück.

Endgültig muss diese Frage aber das neue Europaparlament nach der EU-Wahl entscheiden. Gegen einen Ausbau der Uhudler-Anbaugebiete hatte sich auch das Landwirtschaftsministerium ausgesprochen. Als Gründe wurden der Geschmack und die fehlende Zuchtarbeit angeführt.

Vor genau drei Jahren wurden neun Rebsorten durch die Aufnahme in die burgenländische Weinbauverordnung legalisiert. Gleichzeitig wurde auch das Nachpflanzverbot aufgehoben. Die Direktträger Noah, Othello, Isabelle, Jacquez, Clinton und Herbemont bleiben weiter verboten.