Uhudler & Wein als Magnete für Tourismus

Erstellt am 10. Juni 2022 | 05:19
Lesezeit: 3 Min
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Ein Achterl Uhudler auf den heimischen Tourismus. Herbert Oschep, Obmann Weintourismus Burgenland, Landtagspräsidentin Verena Dunst und Burg Güssing-Manager Gilbert Lang.
Foto: Carina Fenz
Der Uhudler spiegelt Tradition und gelebte Regionalität wieder – er ist zum Markenzeichen des Südburgenlandes geworden und diese Chance will man nützten, wenn es darum geht, mehr Angebote für den Tourismus zu schaffen.
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„Sogar in Chile kennen die Leute den Uhudler“, erzählt Herbert Oschep, Obmann Weintourismus Burgenland, über eine Begegnung mit einem chilenischen Weinbauern auf der ProWein in Düsseldorf, Europas wichtigster Fachmesse für Weine und Spirituosen. „Das zeigt, dass man es geschafft hat, eine Marke bekannt zu machen, nicht nur in der Region, sondern auf der ganzen Welt“, so Oschep.

Dass der Uhudler mittlerweile weltweit zum Gesprächsthema geworden ist, hat mit seiner besonders aufregenden Geschichte zu tun. 1985 verboten, dann als Haustrunk erlaubt, haben sich die Südburgenländer ihren Wein im Lauf der Geschichte nicht wegnehmen lassen und für die Legalisierung gekämpft. Erst mit Aufnahme der wichtigsten Sorten in das Burgenländische Weingesetz konnte Uhudler zu „echtem“ Wein werden. Dank ihrer Initiative als Agrarlandesrätin im April 2016 herrsche jetzt Rechtssicherheit und der Uhudler darf legal ausgepflanzt werden, erzählt Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ).

Mit der zunehmenden Bedeutung des Kultgetränks wird auch die Anbaufläche immer größer. Seit 2016 hat sich die Anbaufläche fast verdoppelt. 2022 wurden knapp über zehn Hektar Neuauspflanzungen bewilligt und 21 Bewilligungen für Neuauspflanzungen erteilt.

Kellerstöcklrichtlinie wird neu aufgelegt

Seit Jahren arbeitet man auch an einer neuen Kellerstöcklrichtlinie. „Diese wird einiges möglich machen“, kündigt Dunst eine Fertigstellung rund um den Jahreswechsel an. Mit der neuen Richtlinie, will man unter Wahrung des Denkmalschutzes, Zubauten erlauben.

Großes Potential bestätigt dem Weintourismus auch der Obmann des Weintourismus Burgenland, Herbert Oschep: Je südlicher man im Burgenland kommt, desto idyllischer wird es. Hier gibt es ein riesiges Potential.“

Für Oschep ein klarer Auftrag, Synergien mit der Weinwelt besser zu nützen, um einen Mehrwert für das Burgenland zu schaffen, denn immerhin verkaufe man 100 Millionen Flaschen Wein jedes Jahr weltweit. Um die Gäste noch näher an die Region zu binden, wird es, wie zuerst in Donnerskirchen, auch in weiteren Regionen ein „House of Wine“ geben. Für das Südburgenland hat man den Standort Deutsch Schützen-Eisenberg ins Auge gefasst, so Oschep. „In jenen Weinerlebniswelten werden Touristen beispielsweise die Möglichkeit haben ihren eigenen Cuvèe zu kreieren“, erklärt Oschep.

Dass der Uhudler tatsächlich ein Tourismusmagnet ist, kann Burgmanager Gilbert Lang bestätigen: „Fast jeder Gast hat schon etwas vom Uhudler gehört.“ Zukünftig soll auch die Burgvinothek wieder mehr belebt werden, „um den Gästen ein Stück Südburgenland mit nach Hause zu geben“, so Lang.

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