Letzter Anlauf für Campus-Lösung im Pinkatal. Pläne liegen vor. Weiterer Anlauf für Verhandlungen zwischen Gemeinden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Juni 2021 (06:35)
Symbolbild
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In den letzten Monaten ist das Projekt „Bildungscampus“ für das Pinkatal ins Stocken geraten.

Zur Erinnerung: Die Gemeinden Strem und Heiligenbrunn hatten ursprünglich den Plan, zwei Kindergärten und zwei Volksschulen unter einem Dach zu vereinen.

Nach Gesprächen mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat dieser dann eine größere Lösung vorgeschlagen, nämlich die Volksschulen für Eberau, Bildein, Heiligenbrunn, Strem und Moschendorf sowie das Josefinum Eberau — welches bei Umsetzung des Vorhabens wieder eine öffentliche Mittelschule werden soll — an einem Standort zu vereinen. Die Gemeinden Strem und Heiligenbrunn haben sich jedoch gegen eine Beteiligung am „großen“ Projekt ausgesprochen — auch wegen des Standorts.

Dieser soll nämlich, geht es nach den Plänen des Landes bei der Wassererlebniswelt Moschendorf sein und genau für diesen Standort liegen jetzt auch die Planungen vor, welche durch die Coronakrise und der geringen Bereitschaft der Gemeinden Strem und Heiligenbrunn erheblich verzögert haben.

Um das Projekt doch noch umzusetzen, heißt es jetzt zurück an den Verhandlungstisch. Am kommenden Freitag wird es mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden daher ein weiteres Gespräch geben. „Dort entscheidet sich dann, ob das Projekt in die Umsetzung gehen kann oder nicht“, heißt es dazu von Inzenhofs Bürgermeister Jürgen Schabhüttl, der im Auftrag des Landeshauptmannes die Verhandlungen mit den Gemeinden geführt hat.

Besonders positiv gestimmt — auch im Hinblick auf eine Einigung — zeigte sich bislang immer vor allem der Eberauer Ortschef Johann Weber, denn immerhin geht es gerade in seiner Gemeinde um die dringend notwendige Sanierung der Privatschule Josefinum.

Abhängig sei natürlich alles davon, wie dieses große Projekt zu finanzieren ist. Auch Eltern und Gemeinderat hätten hier natürlich eine Stimme, hieß es immer von Weber.

Seitens der Gemeinde Moschendorf begrüßt man das Projekt ebenfalls, vor allem wenn man auf die geringen Schülerzahlen der vergangenen Jahre blickt.