Chance für Trafik in Stinatz?. Nach Aus für die Stinatzer Trafik will Robert Zsifkovits die Entscheidung der Monopolverwaltung anfechten.

Von Carina Fenz. Erstellt am 21. Juni 2017 (06:05)
APA (Webpic)/rst
Symbolbild

Das wochenlange Tauziehen um den Fortbestand der Trafik in Stinatz hat eigentlich im März ein Ende gefunden. Die Monopolverwaltung hat hier nämlich endgültig entschieden, dass es für die Trafik nach der Neuübernahme keine Lizenz mehr gibt.

Gegen Interesse der Bevölkerung gehandelt

In Stinatz sorgte diese Entscheidung für Unverständnis, die Monopolverwaltung sah das freilich anders. Robert Zsifkovits, Hausbesitzer und ehemaliger Betreiber der Trafik, will sich jetzt bei Bürgeranwalt Peter Resetarits, der Wurzeln in Stinatz hat, sein Recht erkämpfen. „Wir haben jetzt lange gewartet, aber können es nicht akzeptieren, dass die Monopolverwaltung gegen die Interessen der Bevölkerung entscheidet und niemand etwas dagegen unternehmen kann“, erklärt Zsifkovits seinen Entschluss.

ORF vor Ort

Die Dreharbeiten für die ORF-Reihe haben bereits stattgefunden, die Sendung wird am 15. Juli (17.30 Uhr) in ORF 2 ausgestrahlt. „Wir sehen das als unsere letzte Möglichkeit, auch noch Druck auf die politischen Parteien auszuüben. Es darf nicht sein, dass es bei einer Entscheidung eines Monopols keine Möglichkeit gibt, ein Rechtsmittel einzulegen“, so Zsifkovits, der auch im Sinne einer funktionierenden „Kommunikation“ im Ort auf eine neue Chance für „seine Trafik“ besteht.

Betreiben möchte er diese freilich nicht mehr, aber einen Nachfolger hat Zsifkovits ohnehin gefunden. Hans-Jürgen Grandits hat das Geschäft im März übernommen, bietet derzeit allerdings keine Tabakwaren an und darf auch keine Postpartnerstelle betreiben.

„Der Hintergrund der Schließung der Tabakverkaufsstelle in Stinatz war, dass in der benachbarten Gemeinde Ollersdorf eine junge beeinträchtigte Trafikantin eine Trafik führt und die Monopolverwaltung die Pensionierung des bisherigen Leiters der Trafik nutzte, um den Trafikstandort in Ollersdorf zu stärken“, hieß es im März von der Monopolverwaltung.