Für eine saubere Zukunft. Die Energieregion Pinkatal, bestehend aus elf Gemeinden, soll als Vorbild für andere Regionen dienen, um die Vision von 100-prozentig erneuerbarer Energie voranzutreiben.

Von Anika Perner. Erstellt am 06. September 2019 (03:46)
zVg
Photovoltaik Anlage in der Klima-und Energiemodellregion

Elf Gemeinden haben sich zusammengetan um als Klima- und Energiemodellregion Pinkatal eine Vorbildfunktion in Sachen erneuerbarer Energien zu sein. Ziel der Klima- und Energiemodellregionen ist es, unabhängig von Gas- und Erdölimporten zu werden und stattdessen saubere und regionale Energie aus Sonnen- und Bioenergie zu gewinnen.

Seit 2013 sind die elf Gemeinden Bad Tatzmannsdorf, Jabing, Mischendorf, Oberschützen, Oberwart, Pinkafeld, Riedlingsdorf, Rotenturm a.d. Pinka, Stadtschlaining, Unterwart und Weiden bei Rechnitz, teil dieses Modells, welches sich Energieregion Pinkatal nennt. Die Etablierung einer Plus-Energie-Region wird für die Region Pinkatal als langfristiges Ziel angestrebt. Um diesen Plan zu bewältigen wurde das Projekt in verschiedene Schritte unterteilt. In einem zehnjährigen Betrachtungszeitraum wird zunächst die verantwortungsvolle Nutzung und Erzeugung von Energie konsequent forciert. Weiters wird sich auf die regional verfügbaren Ressourcen, Sonnenenergie und Biomasse, vermehrt fokussiert.

Neben der Nutzung der lokal vorhandenen Energieträger ist eine Senkung des Energiebedarfs in den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität ebenfalls notwendig, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Mithilfe der festgelegten Zwischenziele können Soll-Ist-Kontrollen durchgeführt werden, um das langfristige Ziel stets vor Augen zu haben. Dass es auf diesem Wege funktioniert, zeigen bereits erfolgreich umgesetzte Projekte wie die Mustersanierung des Oberwarter Rathauses oder die Installation der E-Ladepunkte zur Förderung der E-Mobilität.