Erste Stolpersteine des Burgenlands in Güssing verlegt

In der Güssinger Innenstadt sind am Dienstag die ersten zehn "Stolpersteine" als Erinnerungsmahnmale für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus verlegt worden.

Erstellt am 09. November 2021 | 14:18

Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ) betonte am heutigen Jahrestag der Novemberpogrome die Wichtigkeit des Projekts und der Gedenkkultur. Insgesamt zehn Steine werden in Güssing an jenen Orten verlegt, an denen die vertriebenen Jüdinnen und Juden zuletzt gelebt haben.

"Auch wenn es schwer fällt, sich diese Verbrechen in Erinnerung zu rufen, ist das Gedenken an die Opfer unsere wichtigste Verpflichtung, damit uns das Leid und die Qualen die diese Menschen erleiden mussten, eine ständige Ermahnung für die Zukunft bleiben", so Dunst laut einer Aussendung. In Europa wurden in zahlreichen Städten bereits über 70.000 Steine verlegt. Projektleiter Michael Hammer erklärte: "Die Innenstadt soll damit nicht nur zum Gedenk-, sondern auch zum Lernort für Schulen und Interessierte werden."