Milde Temperaturen im Winter: Zu warm zum Heizen?

Milde Temperaturen im Winter bedeuten auch eine geringere Abnahme von Energie. Ist dies ein Problem für das Fernheizwerk?

Erstellt am 05. Juni 2019 | 04:09
Lesezeit: 2 Min
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Das Fernheizwerk fährt stabile Gewinne ein. Durch das wärmere Klima wird zwar weniger Energie verkauft, mit neuen Kunden möchte man dies wieder kompensieren.
Foto: BVZ

Das Fernheizwerk hat schon turbulente Zeiten überstanden. Nun steht es wirtschaftlich gut da, es gibt genug Abnehmer wie beispielsweise die Parkettfirmen oder die Firma Vulcolor, und auch die Umsätze steigen von Jahr zu Jahr.

Wird das Klima zum Problem?

Doch erstmalig sind im Vorjahr die Verkäufe von Energie zurückgegangen. Schuld waren weder das Fernheizwerk noch die Abnehmer, es war schlicht und einfach zu warm, und so wurde weniger geheizt und weniger Warmwasser verbraucht. „Mengenmäßig ist der Verbrauch um sieben Prozent zurückgegangen“, erklärt Harald Roschitz, Geschäftsführer der Fernwärme. „Wir haben dementsprechend reagiert, wir haben unser Material günstiger eingekauft, und haben die Prozesse gut im Griff.

Das Ergebnis ist daher schlechter als im Vorjahr ausgefallen, ist aber immer noch positiv.“ Da der Winter heuer wieder sehr warm war, schaut die Situation ähnlich wie im vergangenen Jahr aus. Ein Gewinn wird trotzdem auch heuer wieder erzielt werden können. Die größten Abnehmer sind die Parkettfirmen und die Firma Vulcolor mit 39 Prozent, dahinter mit 22 Prozent die privaten Haushalte. 39 Prozent der Abnehmer teilen sich auf die restlichen Gewerbebetriebe und öffentliche Gebäude auf. Es gibt aber noch Potenzial nach oben.

„Überhaupt wenn die Winter weiterhin mild ausfallen, können wir die produzierte Wärme an mehr Haushalte abgeben. Das, was wir wegen dem Klima verlieren, versuchen wir mit Neukunden zu kompensieren“, führt Roschitz aus.

Effizienzpotenzial durch Neukunden steigern

Deshalb gibt es ab sofort ein Aktionsangebot, um einen Umstieg auf die Fernwärme zu erleichtern. Es gibt Zuschüsse von Bund und Land in der Höhe von bis zu dreißig Prozent der anfallenden Kosten, diese gelten sowohl für die Anschlussgebühr als auch für allfällige Umbauarbeiten im Haus. Der Anschlusspreis bei bereits bestehender Zuleitung ins Haus beträgt 4.800 Euro, beziehungsweise ohne bestehender Zuleitung 8.400 Euro (Preis inklusive Mehrwertsteuer). Dann ist ein Heizen mit der Fernwärme für die neuen Kunden bereits ab Herbst möglich.

Bei Interesse ersucht die Fernwärme Güssing um rasche Kontaktaufnahme (Andreas Urschick, Telefonnummer 03322/ 4241221), um beurteilen zu können, ob die Voraussetzungen einer effizienzsteigernden Verdichtungsmaßnahme vorliegen beziehungsweise um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, sodass eine Fernwärmeversorgung zu Beginn der Heizsaison möglich ist.