Die Feuerwehr kennt keine Grenzen. Ein Schritt, um Grenzen zu überwinden: Am 1. Jänner wird aus der Feuerwehr Neudau die Feuerwehr Neudau-Neudauberg.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. November 2017 (04:18)
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Bilderbox.com, Erwin Wodicka

Wir sind lebende Steirer und tote Burgenländer — ein Satz, der in Gemeinden an der Grenze zur Steiermark, wie auch in Neudauberg, als Sinnbild des Gemeinsamen verstanden wird. „Dieser Satz ist aus der Geschichte gewachsen. Neudaubergler leben zwar im Burgenland, werden aber im steirischen Neudau begraben, weil wir in Neudauberg keinen Friedhof haben“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Eder diese Aussage.

Aktueller Anlass der immer wieder kehrenden Zusammenarbeit beider Gemeinden ist die Namensänderung der steirischen Feuerwehr Neudau, die nur durch eine Brücke mit dem Burgenland verbunden ist. Ab 1. Jänner wird die Feuerwehr Neudau nämlich Feuerwehr Neudau-Neudauberg heißen – der Wehr gehören nämlich seit eh und je Burgenländer an, derzeit rund 25 Personen.

Gemeinsamkeiten sollen im Vordergrund stehen

„Und weil wir die Gemeinsamkeit mit der Steiermark leben und auch beim gemeinsamen Musikverein beide Namen – sowohl der steirische, als auch der burgenländische – im Vereinsnamen verankert sind, dann warum auch nicht bei der Feuerwehr“, erklärt Eder die Namensänderung. Immerhin gehört auch ein Teil des Burgenlandes zum Einsatzgebiet der in der Steiermark beheimateten Wehr.

„Damit wollen wir uns nicht vom Burgenland distanzieren, sondern nur unser Nähe und Verbundenheit mit der Steiermark, die vor allem der Lebenseinstellung der Grenzbewohner entspricht, zum Ausdruck bringen“, sagt Neudaubergs Bürgermeister Wolfgang Eder.