Kleine, feine Projekte in Stegersbach

Erstellt am 30. Dezember 2021 | 04:02
Lesezeit: 3 Min
Akten Finanzen Geld Budget Symbolbild
Foto: shutterstock.com; smolaw
Stegersbachs Finanzplan für 2022 steht. Nach großen Baustellen fokussiert man sich auf kleine Projekte und Platzgestaltungen.
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Den Fokus in der Finanzplanung für das kommende Jahr legt die Gemeinde nach zwei projektstarken Jahren im neuen Jahr eher auf kleinere Vorhaben. Amtsleiter Alexander Friedl informiert über die Zahlen: „Wie auch in den vergangenen Jahren wird der Finanzierungshaushalt für das Jahr 2022 mit einem Überschuss von 30.400 Euro geplant.

Der Finanzierungshaushalt beläuft sich dabei einnahmenseitig auf 6.112.700 Euro und ist damit etwas höher als im Vorjahr.“ Bürgermeister Jürgen Dolesch ist motiviert und erzählt von den geplanten Projekten für 2022: „Im Groben wird es um Platzgestaltungen gehen. Kleinere Plätze sollen neu gestaltet, optimiert oder auch reaktiviert werden.

Die Thermenzufahrt soll ansprechend gestaltet werden, das ist mit den Hotelbesitzern schon besprochen worden. Statt großen Straßenprojekten werden wir allfällige Kleinigkeiten ausbessern, die Gemeindeapp soll bald online gehen, das Radnetzweg wird ausgebaut. Ich freue mich auf das neue Jahr und die Projekte, die wir umsetzen werden“, so der Ausblick Doleschs‘. Mit CITIES erhält die Gemeinde an Jänner eine App, mit der die Stegersbacher rund ums Gemeindegeschehen informiert werden können.

Gemeinde verzichtet auf Abgabenerhöhung für 2022

Neben dem Verzicht auf die Indexanpassung und somit Erhöhung der Abgaben der Kanal- und Wassergebühren für die Bewohner der Gemeinde ist weiters das Aussetzen der Marktstandgebühr und der Lustbarkeitsabgabe interessant.

Amtsleiter Alexander Friedl erklärt die Hintergründe dazu: „Bei den kommunalen Abgaben haben wir es immer schon so handgehabt, dass wir die Indexanpassung nicht jedes Jahr vorgenommen haben, sondern nur alle paar Jahre wieder eine Anpassung gemacht haben. Und dieses Jahr ist es auch ein Entgegenkommen in einer ohnehin schwierigen Zeit.“

Die Marktstandgebühr fällt weg: „Das waren sowieso nur ein paar Euro Standgebühr, das wollen wir den Marktleuten ersparen. Der Aufwand für die Verwaltung ist höher, als was es im Endeffekt bringt“, meint Dolesch. Neben der Marktstandgebühr fällt auch die Lustbarkeitsabgabe („Vergnügungssteuer“) weg; diese wird bei Veranstaltungen von der Gemeinde eingehoben.

Warum Stegersbach 2022 darauf verzichtet, hat laut Bürgermeister Dolesch einen einfachen Grund: „Niemand weiß, wie das nächste Jahr ausschaut. Mir ist lieber, es finden Veranstaltungen und ein gesellschaftliches Leben statt, als dass die Gemeinde dann noch Gebühren verlangt.“

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