Ein Deal mit China. Die Firma CCCC ist das 103. größte Unternehmen weltweit. Jetzt werden die Gespräche mit GET intensiviert.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 15. August 2018 (04:45)
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CCCC-Vizepräsident Song Hailiang, Richard Zweiler und Vizebürgermeister Christian Garger unterzeichnen im Beisein von Stadtrat Alfred Brenner, Gilbert Lang, Manager Roman Stoiber und der Delegationsmitglieder aus China die Willenserklärung zur Zusammenarbeit zwischen Güssing und China im Rathaus.
zVg

Die Firma CCCC (China Communications Construction Company) hat mit dem Güssinger Forschungsinstitut GET (Güssing Energy Technologies GmbH) und der Stadtgemeinde ein Übereinkommen unterzeichnet. Hintergrund ist das große Interesse des chinesischen Unternehmens für die Forschungstätigkeit im Güssinger Institut.

„Die Verhandlungen werden in den kommenden Monaten persönlich weitergeführt, aber der erste Schritt ist jetzt einmal getan“, freut sich GET-Geschäftsführer Richard Zweiler, dass seine langjährigen Kontakte zur chinesischen Zentralregierung jetzt Früchte tragen. Üblicherweise braucht es vor der Unterzeichnung solcher Abkommen gegenseitige Besuche, um diplomatische Beziehungen aufzubauen.

In China mahlen die Mühlen anders

„Besonders gern sehen es chinesische Geschäftspartner, wenn Politik und Wirtschaft harmonieren. Deswegen streben sie auch stets eine Zusammenarbeit mit der jeweiligen Regionalregierung an, welche in Güssing von der Gemeinde repräsentiert wird“, erklärt Zweiler, der seit Jahren mit chinesischen Stellen in Kontakt ist: „Wir haben in den vergangenen Jahren deshalb Besprechungen mit den zuständigen Stellen geführt und erklärt, wie man auf erneuerbare Energieträger umsteigen kann. Dadurch hat die Zentralregierung nach einigen Jahren erkannt, dass die Nutzung regionaler, nachwachsender Rohstoffe Arbeitsplätze schafft und die Importabhängigkeit verringert.“

Derzeit werden in „kleinen“ Städten mit rund 200.000 Einwohnern Demonstrationsstandorte errichtet und chinesische Firmen ermutigt, die entsprechende Technologie einzusetzen. „Weil Güssing führend im Bereich Vergasungstechnologien ist, möchte China eine Lizenz kaufen, damit sie ihre Anlagen mit dem letzten Stand der Technik aufbauen können“, weiß Zweiler, dem jetzt noch einige Verhandlungsrunden und Gespräche ins Haus stehen.