Güssinger-Insolvenz: Überbrückungshilfe vom Land. Von der Insolvenz des Mineralwasserabfüllers Güssinger im Südburgenland waren zuletzt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Sie erhalten nun eine einmalige finanzielle Überbrückungshilfe vom Land Burgenland, bestätigte das Büro von Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Montag auf APA-Anfrage einen Bericht des ORF Burgenland.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 23. Dezember 2019 (20:02)
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Christian Illedits (SPÖ)
LMS/ Sziderics

Den Betroffenen habe seit September kein Geld mehr ausbezahlt werden können - und somit auch kein Weihnachtsgeld, hieß es. Die Mitarbeiter seien Freitagabend über die Insolvenz des Unternehmens informiert worden. Alle hätten gekündigt, die Kündigungsfrist betrage nun zwei Monate. In solchen Fällen werde der Insolvenzfonds wirksam. Eine Auszahlung aus dem Insolvenzfonds könne aber erst nach Ablauf der Kündigungsfrist, also im März, erfolgen. Die Betroffenen würden zwar kein Geld verlieren, sie wären jedoch zum Zeitpunkt der Auszahlung fast ein halbes Jahr ohne Bezüge - bei laufenden monatlichen Belastungen.

Nach Bekanntwerden der Situation habe der Landesrat die Mitarbeiter am Montag in der Bezirkshauptmannschaft zu einem Gespräch getroffen. "Alle 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden vom Land Burgenland mit einer einmaligen finanziellen Überbrückungshilfe unterstützt", so Illedits.

Um eine zeitnahe Auszahlung zu ermöglichen, arbeite man seitens des Landes auf Hochtouren. Alle von den Mitarbeitern gestellten Anträge seien noch am Montag bearbeitet worden, um möglichst noch am 27. Dezember die Auszahlungen durchführen zu können. Die Höhe der Unterstützung richte sich nach den tatsächlichen Belastungen.