Anrainer beklagen schlechten Straßenzustand

Erstellt am 10. März 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
Gemeindestraße Brunnergraben in Gerersdorf-Sulz, zweiter Akt: Ein verärgerter Einwohner bezeichnet die Straße als „Schande für die Gemeinde“.
Werbung

Bereits im April 2021 berichtete die BVZ über den katastrophalen Zustand des Güterweges ‚Brunnergraben‘, ein zwei kilometerlanges, vielfrequentiertes Straßenstück zwischen Rehgraben und Gamischdorf. Damals hieß es seitens des Bürgermeisters und des Ortsvorstehers „kein Geld, viel zu teuer“ – trotz möglicher Förderung des Landes laut SPÖ-Meinung in der Gemeinde.

Nun hat sich ein Einwohner mit der Bitte eines „Weckrufes“ an die BVZ gewandt. „Die Straße ist kaum verkehrstauglich, sehr schmal und rumpelig; auch die Bankette ist nicht befahrbar, dabei werden hier mehr als 400 Fahrzeuge täglich gezählt. Man muss bei Gegenverkehr anhalten, sonst ist das Fahrzeug beschädigt oder noch schlimmer; man landet im Graben oder im Feld! Viele Gemeindebürger sind verärgert; einerseits über den seit Jahren sehr gefährlichen Zustand der Gemeindestraße, andererseits, weil nichts gegen den Schwerverkehr unternommen wird, obwohl eine 6 Tonnen Beschränkung gilt. Auch die 30er Zone im Bereich des Feuerwehrhauses, Kinderspielplatzes und Tennisplatzes wird von vielen Lenkern missachtet. Hier ist Gefahr in Verzug und das ist eine Schande für unsere Gemeinde.“

Bürgermeister Günter Berzkovics vertritt seinen Standpunkt: „Es wurde letztes Jahr alles dazu gesagt. Das betrifft die Gemeinde nur in einem kleinen Ausmaß und wir können das nicht alleine stemmen, auch Förderungen werden nicht reichen. Die Straße ist eine Verbindung zum Badesee, aber ansonsten wird sie nur von anderen genutzt. Wenn es eine anständige Lösung gibt, sind wir die Letzten, die dagegen sind; aber es gibt andere Projekte, die jetzt wichtiger sind. Ich bin auch dafür, dass sie anständig hergerichtet wird. Wäre das eine Landesstraße, dann tausend Rosen. Doch hier zählt nicht nur die Sicherheit, sondern auch der finanzielle Aspekt. Warum sollen wir die Straße für andere sanieren?“

Werbung