Startschuss für das Gesundheits-Netzwerk Raabtal. Vier Ärzte sind an drei Standorten an sechs Tagen im Einsatz und sorgen damit für 70 Stunden Primärversorgung im Netzwerk.

Von Carina Fenz und David Marousek. Erstellt am 11. Oktober 2019 (03:31)
Marousek
Im Beisein von Politik und Vertretern der Burgenländischen Gebietskrankenkasse wurde das Gesundheits-Netzwerk gestartet.

Mit dem Wunsch, die medizinische Versorgung in der Region sicherzustellen und das Gesundheitssystem positiv weiterzuentwickeln, starteten die vier Allgemeinmediziner Ernst Eicher, Berenice Eicher, Claudia Gombotz und Karl Schäfer das Pilotprojekt „Gesundheits-Netzwerk Raabtal“. Am Freitag erfolgte im Beisein der Projektpartner BGKK, Land Burgenland und Medizinische Universität Graz nun der Startschuss für den Betrieb in der Primärversorgung. Ausgehend von den drei Ordinationsstandorten Mogersdorf, Minihof-Liebau und Neuhaus am Klausenbach soll im Gesundheits-Netzwerk die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen intensiviert und an sechs Tagen zu insgesamt 70 Wochenstunden in Teamarbeit qualitativ hochwertige medizinische Beratung, Betreuung und Versorgung angeboten werden.

Ab Mitte Oktober wird mit der Integration der Gesundheitsberufe in den drei Ordinationen begonnen und es wird eine Informations- und Serviceplattform unter www.gesundheitsnetzwerk-raabtal.at etabliert. Das geplante künftige Versorgungsteam besteht aus den vier Allgemeinmedizinen mit ihren Ordinationsteams und diplomiertem Pflegepersonal mit Wundmanagement, Therapeuten aus dem Bereich der Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Sozialarbeit und Geburtshilfe. Ziel des Pilotprojekts ist es, Menschen die krank sind oder Fragen zu ihrer Gesundheit haben als erste Anlaufstelle umfassend, zeit- und wohnortnah betreuen zu können und damit das Versorgungsangebot in den sechs beteiligten Gemeinden Mogersdorf, Weichselbaum, St. Martin/Raab, Minihof-Liebau, Mühlgraben und Neuhaus am Klausenbach mit rund 6.000 Einwohnern und auf einer Distanz von 32 Kilometern zu verbessern.