Wahl 2017: Lehrer gegen Ex-Schüler

Der Spitzenkandidat der ÖVP steht fest: Alois Mondschein tritt als Quereinsteiger gegen Vinzenz Knor (SPÖ) an.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 22. Februar 2017 | 05:44
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ÖVP präsentiert Quereinsteiger. Alois Mondschein tritt gegen seinen ehemaligen Lehrer Vinzenz Knor (SPÖ) an.
Foto: BVZ, zVg

Lange war gerätselt worden, wer für die ÖVP als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl gehen wird. Am Montagabend fiel die Entscheidung auf Alois Mondschein. Der 51-jährige Post-Manager wurde mit 100 Prozent bestimmt.

„Güssing muss wieder eine aktivere Rolle im Tourismus und in der Kultur einnehmen"

Im Gespräch mit der BVZ skizziert Mondschein seine Vorstellungen für die Zukunft der Stadt: „Güssing muss wieder eine aktivere Rolle im Tourismus und in der Kultur einnehmen und soll wieder ein bedeutender Wirtschaftsstandort, eine Bildungs- und Forschungsstadt werden. 2004 waren wir die innovativste Gemeinde in Österreich, wenn ich mir die Entwicklung anschaue, dann muss sich etwas ändern.“

„Ich will meiner Heimat das, was ich in den vergangenen Jahren gelernt habe, zurückgeben."Alois Mondschein 

Im Zivilberuf ist Mondschein Leiter des Partner Managements der Post und verantwortlich für alle 1.338 Postpartner in Österreich. Die Unterstützung seiner Familie und des Arbeitgebers ist ihm gewiss: „Meine Frau steht zu 100 Prozent hinter mir und für den Fall des Falles, also einer erfolgreichen Kandidatur, wird sich auch beruflich etwas verändern.“ Seit Anfang des Jahres ist Mondschein auch Obmann des Güssinger Sportvereines, ist die Kandidatur eine weitere „Rückkehr“ in seine Heimat? „Ich will meiner Heimat das, was ich in den vergangenen Jahren gelernt habe, zurückgeben. Als Fußballer war meine schönste Zeit in Güssing, vielleicht wird es das jetzt auch in der Politik.“

Pikante Details am Rande: Herausforderer Mondschein (51) war Schüler von Knor (61), die Söhne der beiden Politiker sind gute Freunde.