Beschluss zur Pauschalgebühr in Kukmirn ist obsolet. Die Gemeinde Kukmirn rudert zurück und hebt statt 40 Euro jetzt keine Gebühren ein.

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. Januar 2020 (04:27)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Bürgermeister Werner Kemetter hofft durch den größeren Abgang auf Nachsehen von der Gemeindeabteilung
BVZ

Zwar stimmten 19 von 20 Gemeinderäten dafür, trotzdem sorgte der Beschluss des Gemeinderates über die Festsetzung einer neuen Pauschalgebühr für den Kindergarten von monatlich 40 Euro für gehörige Aufregung unter den Eltern der Kindergartenkinder. Denn schließlich ist am 1. November im Burgenland der Gratis-Kindergarten in Kraft getreten. Laut einem neuen Erlass der Landesregierung kann der Gemeinderat einen Pauschalbeitrag beschließen. Dieser Beitrag beinhaltet das Bastelgeld, Portfoliomappe, Feste, diverse Ausflüge und deckt alle sonstigen Kosten außer dem Mittagessen ab. Der Kukmirner Gemeinderat hat den Beschluss in seiner letzten Sitzung jetzt aufgehoben. Somit ist der Besuch und die Betreuung des Kindergartens und der Kinderkrippe in der Marktgemeinde Kukmirn ebenfalls gratis.

Einen Bastelbeitrag wird es ebenfalls nicht geben. „Dem Gemeinderat war das Risiko in dieser Causa zu hoch“, erklärt Bürgermeister Werner Kemetter. Der weiter meint: „Wir wurden von der Gemeindeabteilung zwar aufgefordert, unseren Haushalt zu konsolidieren und werden jetzt noch mehr Abgang haben, aber wir können uns jetzt nur darauf verlassen, dass das Land mit uns Nachsehen hat“, so Kemetter. Im Jahr 2018 betrug der Abgang rund 220.000 Euro. Auch Landtagspräsidentin Verena Dunst hatte in einem offenen Brief den Bürgermeister und den Gemeinderat aufgefordert, den Beschluss zu überdenken. „Wichtig ist, dass alle Kinder im Burgenland gleichbehandelt werden. Auch der Kukmirner Gemeinderat ist zu dieser Einsicht gekommen“, freut sich die Landtagspräsidentin.