OSG-Projekt: Grünes Licht für Umbau. Nachdem bereits im Herbst 2020 erste Gespräche zum Umbau der alten Volksschule seitens der OSG stattfanden, ist dieses nun unter Dach und Fach.

Von Silke Katschner. Erstellt am 29. April 2021 (05:15)

Um die alte Volksschule wieder zu nützen wurde seitens der Gemeinde angedacht, das Gebäude baurechtlich der OSG zur Verfügung zu stellen – nach 35 Jahren fällt der Bau dann wieder retour an die Gemeinde. Projektbeginn wäre bereits für April/Mai geplant gewesen (die BVZ berichtete). Nach Gesprächen mit der OSG über das angedachte Vorhaben, war es bis zur Gemeinderatssitzung am Dienstag noch unklar, ob das Projekt in Angriff genommen wird. Es wurden mündlich zwischen OSG-Obmann Alfred Kollar und Bürgermeister Jürgen Kurta Zahlen vereinbart, die mit den Zahlen am Papier schließlich nicht übereinstimmten – der Gemeinde käme das Projekt um einiges teurer als abgesprochen. „Man kann wirklich sagen, dass das eine schwere Geburt war“, ließ Bürgermeister Jürgen Kurta nach dem finalen Beschluss für das OSG Projekt bei der Gemeinderatssitzung etwas erleichtert hören. Doch kurz zu den Hintergründen. Wie die BVZ berichtete, ist für die leerstehende Volksschule seitens der OSG vorgesehen, das Gebäude baurechtlich zu erwerben und dort sieben Wohnungen im Erdgeschoss zu errichten. Das Untergeschoss wird ebenso saniert (Mehrzwecksaal und Bibliothek) und von der Gemeinde angemietet. Der Bauträger erwirbt auf eine bestimmte Zeit das Recht am Gebäude, nach Ablauf der Zeit fällt das gesamte Areal wieder retour an die Gemeinde.

Bereits Ende Juli 2020 wurden erste Überlegungen für die Weiterverwendung der Schule angestellt; für die ÖVP, die im Gemeinderat die Mehrheit bildet, stand fest, dass endlich etwas geschehen muss im Ort. „Nach 20 Jahren muss jetzt was passieren – über die Jahre gab es immer mal Pläne für Wohnungen, aber man hat sich nie getraut. Wir sind eine kleine Gemeinde, in die wir investieren wollen, ja sogar müssen, und hoffen dadurch auf Zuwanderung“, so der Bürgermeister.

Vizebürgermeister Werner Jandrasits (SPÖ) war mit seiner Fraktion bis zuletzt gegen das Projekt, unter anderem wegen der baurechtlichen Vorgehensweise und den Kosten. „Was ist, wenn die Gemeinde die Finanzierung nicht stemmen kann, und wir dann vor einem riesigen Schuldenberg stehen? Man kann nicht in die Zukunft schauen“, meinte Jandrasits. Dem entgegnete OSG-Obmann Kollar: „Ich bin heute zum siebenten Mal in der Gemeinde, jeder hat meine Telefonnummer und konnte mich wegen des Projekts anrufen und allfällige Fragen klären. Hier geht es auch um Weiterentwicklung. Die OSG nimmt das Risiko in Kauf, in einem 250-Seelen Ort sieben Wohnungen zu errichten; ein anderer Bauträger macht das nicht. Außerdem gibt es keinen Baubeginn, wenn der Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann und nicht absolut alle Ausschreibungen vorliegen.“ Letztendlich sprach sich der Gemeinderat mit 7 zu 4 Stimmen für das Projekt aus; laut Kollar soll noch im Sommer mit dem Umbau gestartet werden.